Fahrbinde : Erste Zeit der Bewährung geschafft

Ralf Weißflog, Leiter der Autobahnmeisterei Fahrbinde (2. v. l.) und die Kolonnenführer Torsten Köncke (l.), Rita Grünwald und Wolfgang Siegl vor der hochmodernen Winterdienstanlage. Sie hat in den zurückliegenden Monaten ihre erste Bewährungsprobe bestanden.
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Ralf Weißflog, Leiter der Autobahnmeisterei Fahrbinde (2. v. l.) und die Kolonnenführer Torsten Köncke (l.), Rita Grünwald und Wolfgang Siegl vor der hochmodernen Winterdienstanlage. Sie hat in den zurückliegenden Monaten ihre erste Bewährungsprobe bestanden.

Autobahnmeisterei Fahrbinde hat sich in Wintermonaten warm gelaufen / Zweitgrößte ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern

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07. April 2017, 21:00 Uhr

Fast drei Fußballfelder würden auf das Gelände der Autobahnmeisterei Fahrbinde passen. Seit rund einem halben Jahr ist die Einrichtung im Gewerbegebiet des Dorfes am Start. Es ist die zweitgrößte Autobahnmeisterei in MV – nur die in Kavelstorf bei Rostock ist größer. Ralf Weißflog hat seinen Arbeitsplatz verlegt. Der Leiter der Autobahnmeisterei ist mit dem Team umgezogen. Die ehemalige Meisterei in Suckow an der Landesgrenze zu Brandenburg befand sich in einer Randlage und ist inzwischen geschlossen worden. Die Straßenwärter operieren an ihrem Standort Fahrbinde nun von einem wesentlich zentraleren Punkt aus. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich auf der A 14 von der Anschlussstelle Schwerin-Nord bei Cambs bis zum Kreuz Schwerin und in einem weiteren Abschnitt bis nach Preußisch-Karstädt im Süden, wobei das letzte Zwischenstück noch im Bau ist. Auf der A 24 reicht der Tätigkeitsbereich vom Kreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Suckow.

Offiziell ist vom 1. Dezember bis 30. April Winterdienstmodus. Der fährt gerade herunter. Zeit für eine Bilanz: 2500 Tonnen Salz und 560 900 Liter Natriumsole sind eingesetzt worden. „Das ist relativ viel gewesen“, bestätigt Ralf Weißflog. Bei 80 Prozent aller Einsätze sei Sole versprüht worden, was wesentlich effektiver sei als der Einsatz von Salz, bestätigt der Leiter der Autobahnmeisterei. Allerdings tut die Sole ihre Dienste nur bis minus sechs Grad. Bei niedrigeren Temperaturen kommt Salz zum Einsatz.

Ralf Weißflog weiß, dass der Winterdienst bei den Kraftfahrern immer ganz besonders im Fokus steht. „Wenn wir längere Zeit gleich bleibende Temperaturen haben, lässt sich die Situation leichter bewältigen. Wenn es aber innerhalb kurzer Zeit zu starken Temperaturschwankungen kommt, wie im zurückliegenden Winter geschehen, ist es schwieriger“, sagt Ralf Weißflog.

Die neue Autobahnmeisterei verfügt über einen hochmodernen Winterdienstbereich, der unter Federführung einer Schweizer Firma errichtet worden ist. In der gleichen Zeit lassen sich die Fahrzeuge fünfmal schneller beladen als auf herkömmliche Weise. Die Stützen des Gebäudes der Salzhalle sind unabhängig von den Stützen der Schüttwand, was die Lebensdauer des Bauwerks erhöht.

36 der 43 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei sind Straßenwärter. Sie arbeiten in drei Kolonnen auf den einzelnen Abschnitten der A 24 und A 14. Jetzt in der anbrechenden warmen Jahreszeit sind die Aufgaben andere, dennoch gibt es nicht weniger zu tun: Bituminöse Flickung schadhafter Stellen oder Rissverguss, Kontrolle der Bauwerke und der vielen tausend Straßenabläufe, Mähen der Bankette und Parkplätze, Entwässerung von Mulden, Ausbesserung von Abplatzungen an Brückenbauwerken… Die WC-Anlagen auf den Parkplätzen werden im Sommer zweimal, im Winter einmal am Tag gereinigt.

Derzeit betreuen die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Fahrbinde 92,8 Kilometer Strecke, ab dieses Jahr werden es 103,8 Kilometer sein, wenn der Lückenschluss zwischen den A14-Anschlussstellen Grabow und Groß Warnow vollzogen und damit die Fahrt bis Preußisch-Karstädt frei ist.

Der Bau der Autobahnmeisterei hat 7,5 Millionen Euro gekostet, die vollständig vom Bund getragen wurden. Gebaut wurde zwei Jahre.

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