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Ludwigsluster Tageblatt

22. Oktober 2017 | 17:34 Uhr

Grabow : Erste-Hilfe-Projekt kam an

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

AG „Junge Sanitäter“ aus Grabow hilft jungen Flüchtlingen aus Syrien / Beim Stationsbetrieb viel Spaß gehabt

svz.de von
erstellt am 20.Mai.2016 | 19:00 Uhr

Es waren 14 junge Migranten, 13 Mitglieder der AG „Junge Sanitäter“, vier Paten der Flüchtlinge aus der Freidrich-Rohr-Schule und fünf weitere Gäste aus der Schule und vom DRK in die Grabower Turnhalle gekommen, um den Projektstart „Erste Hilfe International“ zu erleben.

Hanin, ein syrisches Mädchen, das seit Oktober 2015 täglich die Schule besucht, übersetzte ihren Mitschülern alles Wichtige zu diesem Projekt ins Arabische. Die Grabower Schulsanitäter haben das Bestreben, mit ihrem entwickelten Projekt jugendlichen Flüchtlingen nachhaltig zu helfen. „Wir wollen einen Erste- Hilfe-Flyer selbst gestalten und die Erläuterungen neben Deutsch auch ins Englische und Arabische übersetzen. Da wir kein Arabisch beherrschen, hatten wir die Idee, uns von den syrischen DaZ-Schülern unserer Schule helfen zu lassen“, meint Jasmin Stark eine engagierte Schulsanitäterin der 8. Klasse. Jeden Tag kommen nun schon seit mehr als sechs Monaten syrische Kinder und Jugendliche an die Schule. Einige Syrer können sich inzwischen schon ziemlich gut verständlich machen und wir konnten sie teilweise auch in unserem Unterricht erleben. An der Schule gibt es schon zehn Jahre die AG „Junge Sanitäter“. Die Schüler lernen dort nicht nur die Erste-Hilfe-Maßnahmen sondern versetzen sich in verletzte Personen hinein, schminken sie entsprechend, spielen die Situation nach und proben für den Ernstfall. Das macht allen großen Spaß. Schon lange überlegen die Schüler , wie sie sich bei der Integration der Syrischen Jugendlichen aktiv beteiligen können. Dabei entstand die Projekt-Idee „Erste Hilfe International“. Um nun die Jugendlichen für das Projekt zu begeistern, gestalteten die Schüler eine Kick-off Veranstaltung in der Turnhalle. Nach einer kurzen Rede startete ein kleiner Stationsbetrieb. An der ersten Station mussten die Teilnehmer einem „verletztem Teddy“ über einem Parcours Verbandsmaterial bringen und schließlich alles auf einer Trage ins „Krankenhaus“ transportieren. An der nächsten Station konnte einem verletzten Motorradfahrer der Helm abgenommen werden. Dann durfte sich jeder eine kleine Wunde schminken lassen, die an der nächsten Station verbunden wurde. Und schließlich konnte der Notruf geübt werden. Hier wurden die fünf Fragen, die für den Notruf wichtig sind, ins Arabische übersetzt.

Viele Jugendliche hatten sichtlich Spaß dabei und zeigten stolz ihre geschminkten Wunden oder Verbände in die Kamera. Alle hoffen nun, dass sich in den nächsten Monaten beim Gestalten der Flyer möglichst viele beim Übersetzen beteiligen werden. Vielleicht können sie ja dabei schon die ersten Maßnahmen erlernen.


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