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Ludwigsluster Tageblatt

20. Oktober 2017 | 16:33 Uhr

Alt Jabel : Erst wird am Brett geübt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Graffiti-Camp des Ludwigsluster Zebef in Alt Jabel war schon seit Jahresbeginn ausgebucht: 22 Kinder und Jugendliche dabei

von
erstellt am 16.Aug.2017 | 19:00 Uhr

Bevor die Jungs so richtig loslegen, wird erstmal geübt: Jano und Luca nehmen am Graffiti-Camp des Ludwigsluster Zebef in Alt Jabel teil. „Bevor wir eine Wand besprühen, probieren wir es auf einem Brett aus“, erklärt der zehnjährige Jano.

Dazu haben er und sein gleichaltriger Kumpel Luca Schablonen mit verschiedenen Schriftzügen gebastelt. Diese Schablonen legen sie nun auf das Brett und sprühen munter los.

Das alles ist gar nicht so einfach, erläutert Benjamin Schwarz vom Zebef, dessen Graffiti-Gruppe in Alt Jabel immerhin 22 Teilnehmer zählt und damit ausgebucht ist. „Die meisten Mädchen und Jungen haben das erste Mal mit Graffiti zu tun. Zuerst haben sie im Camp verschiedene Grundlagen, Fachbegriffe und Techniken gelernt.“

So lernten die Teilnehmer zum Beispiel auch den Unterschied zwischen Graffiti und Streetart kennen. Benjamin Schwarz: „Graffiti sind in der Regel Schriftzüge, Streetart dagegen Darstellungen, die sich in die urbane Umgebung einfügen.“

Das, was die Campteilnehmer in Alt Jabel lernen und gestalten, wird übrigens erhalten bleiben. „Der Kreissportbund hat uns Wandfelder leihweise zur Verfügung gestellt“, sagt Benjamin Schwarz. „Die werden wir nach unseren Vorstellungen gestalten. Der Bund seinerseits wird die Wände dann Interessenten für Sport- und Spielveranstaltungen zur Verfügung stellen. So kann jeder sehen, wie schön diese Kunst ist.“ Luca: „Wir durften auch Rucksäcke besprühen, die wir mit nach Hause nehmen können. Ich habe vorher noch nie mit Graffiti zu tun gehabt und finde, dass es Spaß macht.“ Jano stimmt zu, schnappt sich seine Sprühdose und macht weiter.

Die Kinder und Jugendlichen im Graffiti-Camp sind im Alter von zehn bis 14 Jahren. „Schon zu Beginn des Jahres waren die Plätze für dieses Camp ausgebucht. Das zeigt das große Interesse“, freut sich Benjamin Schwarz.

Gleichzeitig gibt es in dieser Woche noch ein weiteres Camp in Alt Jabel: Im Sport- und Spielcamp sind 13 Mädchen und Jungen dabei. Auch für sie gibt es ein abwechslungsreiches Angebot. Gestern beispielsweise ging es auf eine Fahrradtour. Wohin? „Wir fahren einfach los und schauen mal“, rief ein Junge beim Vorbeifahren und trat dann weiter kräftig in die Pedale.

Dass die Zebef-Camps, in den Ferien fanden und finden noch weitere in Alt Jabel statt, so beliebt sind, zeigt noch eine Tatsache: „Wir haben Teilnehmer nicht nur aus unserer Region. In dieser Woche ist sogar ein Mädchen aus Berlin hier“, so Benjamin Schwarz.

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