Zechprellung in Ludwigslust : Erst Champagner, dann die Flucht

 
 

Zwei Frauen und ein Mann prellen die Zeche in Ludwigsluster Hotel. Angestellte stellt eine flüchtige Frau.

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24. November 2017, 20:45 Uhr

Sie gaben an, mit dem Porsche da zu sein, tranken Champagner, ließen sich ein umfangreiches Abendessen schmecken – und verschwanden dann über den Raucherraum. Dieser dreiste Fall von Zechprellerei ereignete sich am vergangenen Montagabend in der Ludwigsluster Innenstadt, wie Gilbert Küchler (Foto), Leiter des Polizeihauptreviers, im SVZ-Gespräch mitteilte.

Zwei Frauen und ein Mann erkundigten sich zunächst nach einer Übernachtungsmöglichkeit und einer Garage für ihren Porsche. Danach machten sie es sich im Restaurant gemütlich und aßen und tranken im Wert von mehreren hundert Euro. „Einer 50-jährigen Angestellten kam das Verhalten komisch vor, sie behielt die Gruppe im Auge“, erklärt Küchler. Die Frau sollte Recht behalten.

Nachdem sich die erste Frau der Gruppe bereits im Laufe des Abends verabschiedet hatte, gingen die andere Frau und der Mann in den Raucherbereich und versuchten zu flüchten. „Die Angestellte ging den beiden Personen nach, rief auf der Straße mehrmals vergeblich nach Hilfe und konnte die 30-jährige Tatverdächtige aber festhalten“, so Gilbert Küchler. Der 37-jährige Mann verschwand auf einem Fahrrad, welches er in der Nähe des Restaurants geparkt hatte. Dieses Fahrrad war seit 2011 in Ludwigslust als gestohlen gemeldet, wie sich später herausstellen sollte.

Die Tatverdächtige verhielt sich sehr aggressiv, die Angestellte konnte sie trotzdem bis zum Eintreffen der Beamten festhalten. „Dabei erlitt sie leichte Verletzungen, wurde sogar gebissen“, erklärt Gilbert Küchler. Die Frau war stark alkoholisiert und biss auch eine Polizeibeamtin.

Nach der Aufnahme der Personalien fuhren die Beamten zu der angegebenen Adresse in Ludwigslust und fanden den tatverdächtigen Mann vor. Dieser sagte jedoch aus, dass er den ganzen Abend zu Hause gewesen sei. Er trug auch eine Sporthose, darüber allerdings ein weißes Hemd…

Beide Personen sind laut Gilbert Küchler polizeibekannt. Gegen sie wurde nun Anzeige wegen des Verdachts der Zechprellerei sowie Körperverletzung erstattet. Die zweite Frau konnte bisher noch nicht ermittelt werden. „Die Ermittlungen laufen, und wir haben eine sehr gute Personenbeschreibung“, erklärt Gilbert Küchler.

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