Ludwigslust : Erst Cannes, dann Lulu

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Kurzfilmnacht im Luna zeigt mit „Geschützter Raum“ einzigen deutschen Streifen vom Festival in Cannes

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28. August 2015, 07:41 Uhr

Die Schweriner Kurzfilmnacht kommt am 4. September nach Ludwigslust. Bereits zum dritten Mal holt der Ludwigsluster Jörn Wille, Organisator der Kult-Nacht im Speicher, das kleine Kurzfilmfestival in seine Heimatstadt. 23 Streifen hat Wille gemeinsam mit seinem Team aus mehr als 400 Filmen ausgewählt. „Herausgekommen ist eine gute Mischung aller Genres“, sagt er. „Lustige, traurige, ernste, spannende und hochaktuelle Geschichten.“

Die Kurzfilme werden in mehreren Blöcken vorgestellt. „Nach acht Filmen machen wir immer eine kleine Pause“, sagt Wille. „Das wird vom Publikum gern angenommen.“ Im vergangenen Jahr war die Kurzfilmnacht im Großen Saal vom Luna in Ludwigslust ausverkauft. Sollte es dieses Jahr wieder so große Resonanz geben, werde für die Nacht auch das zweite kleine Luna-Kino geöffnet, so Wille. Wieder mit dabei ist die Ludwigsluster Künstlerin Rommy Rügheimer mit eigenen Chansons auf dem Akkordeon.

Jörn Wille organisiert die Kurzfilmnacht im Speicher im Rahmen des Schweriner Filmkunstfestes seit fünf Jahren. Auf die Ausschreibung bewerben sich vor allem junge Filmemacher mit ihren Arbeiten aus Filmakademien oder ambitionierte Nachwuchsfilmer mit Low-Budget-Produktionen. Die Auswahl unter den Einsendungen, so Wille, sei nie einfach und nur im Team möglich.

Mit dabei ist auch der Film „Geschützter Raum“ von Zora Rux. Der Kurzfilm wurde auf dem FiSH-Festival in Rostock zum Film des Jahres gewählt und war in diesem Jahr der einzige deutsche Beitrag beim Filmfest in Cannes. Das Schweriner Publikum aber wählte im Mai den Film „Not Anymore: A Story of Revolution“ zu ihrem Preisträger. Für ihn müssen sich die Ludwigsluster Zuschauer am 4. September bis Mitternacht gedulden. Der 15-minütige Dokumentarfilm über den Bürgerkrieg in Syrien läuft als letzter im Programm.

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