Lärm auch in Brenz : Ersatz für diese Bruchbude in Sicht

Diealte Buswartehalle in Neu Brenz ist baufällig und soll ersetzt werden.
Diealte Buswartehalle in Neu Brenz ist baufällig und soll ersetzt werden.

Bau- und Finanzausschuss in Brenz beschäftigte sich mit Lärmaktionsplan. Fördermittel für neue Buswartehalle sollen beantragt werden

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01. März 2018, 12:00 Uhr

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Nachdem die Sitzung des Brenzer Bau- und Finanzausschusses vor einigen Tagen wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausfiel, trat der Ausschuss nun am Dienstagabend zusammen. Und hatte unter anderem ein auch in anderen Kommunen heiß diskutiertes Thema auf der Tagesordnung: Den Lärmaktionsplan, der bereits Thema auf einer Einwohnerversammlung in Neustadt-Glewe war.

Das Amt Neustadt-Glewe wurde durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) aufgefordert, einen Lärmaktionsplan für Neustadt-Glewe und Brenz aufzustellen. Der Plan soll beinhalten, wo der Verkehrslärm zu laut ist und wie er vermindert werden kann. Damit wird eine Richtlinie des Europäischen Parlaments umgesetzt.

Auf der Sitzung in Brenz wurde deutlich: Eigentlich hält man von diesem Plan nicht viel, aber: „Wir haben keinen Spielraum, die von der EU vorgegebene Richtlinie zu ignorieren“, so Ausschussvorsitzender Johann Sorgenfrey. Bedenken gibt es auch deshalb, weil keine gesetzlichen Grundlagen vorhanden sind, dass die im Plan enthaltenen Maßnahmen auch umgesetzt werden müssen. Der Plan kann somit Kommunen viel Geld kosten ohne praktischen Nutzen zu bringen.

Bürgermeister Henry Topp fasste die Skepsis zusammen: „Wir haben schon viele Anträge zur Verkehrsberuhigung gestellt, darunter auch, die Geschwindigkeit für Laster in den Ortsdurchfahrten in Alt und Neu Brenz auf 30 Kilometer pro Stunde zu senken. Alles umsonst. Stattdessen wollte man uns schon fast die Fußgängerampel an der Kita wegnehmen.“ Trotz der Vorbehalte empfahl der Ausschuss der Gemeindevertretung, den vorliegenden Entwurf des Lärmaktionsplanes zu beschließen.. Wie Henry Topp sagte, werde er jetzt Zettel für die Haushalte drucken lassen, auf denen informiert wird, wann der Planentwurf im Bauamt in Neustadt-Glewe ausliegt. Die Brenzer haben dort Gelegenheit, Anregungen zu geben.

Auf Hinweis von Ausschussmitglied Siegfried Teichert sollen die Einwohner auch erfahren, dass zum Beispiel die Möglichkeit besteht, für spezielle Lärmschutzfenster ihrer Häuser nahe Bundesstraßen und Autobahnen Fördermittel zu erhalten.

Beeilen wollen sich die Brenzer hinsichtlich eines neuen Buswartehäuschens. Die Ausschussmitglieder wählten unter mehreren Modellen zwei Varianten für eine solche Wartehalle aus. Diese sollen nun der Gemeindevertretung vorgestellt werden, die darüber zu beschließen hat. Noch bis Ende März können für den Bau des Häuschens Fördermittel beantragt werden. Der Bau allerdings kann dann erst im kommenden Jahr erfolgen.

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