Spornitz : Erinnerungen an alte Heimat

Paul Wohlgemuth, Wittenberge
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Paul Wohlgemuth, Wittenberge

Drei Teilnehmer des Treffens in Spornitz erzählen

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16. März 2014, 11:00 Uhr

„Man trifft sich mit Bekannten aus der alten Heimat“, sagt Paul Wohlgemuth aus Wittenberge. Obwohl der 91-Jährige nicht aus dem Regierungsbezirk Gumbinnen, sondern aus dem Königsberger Gebiet stammt, ist er regelmäßig bei den Treffen in Spornitz dabei und hält die Ereignisse in Fotos fest. So auch am 15. März. Der Ostpreuße hat seine Erlebnisse in der Kriegsgefangenschaft in einem Buch zusammengefasst.

Sabine Lauck (63) aus Prislich bei Grabow ist ein Nachkriegskind. Doch über die Vertreibung von Oma und Mutter wurde in ihrer Familie viel gesprochen. Das inspirierte sie zur Ahnenforschung. Ein Buch entstand. Kontakte zu anderen Ostpreußen haben ihr geholfen. Sie erfuhr bei ihren Recherchen, wo ihr Großvater, der Lehrer an einer Dorfschule war, erschossen wurde. Die alte Schule in Heilsberg, das heute zu den polnischen Masuren gehört, ist saniert, zeigen Fotos in ihrem Buch.

„Ich bin ein Ostpreuße ohne Erinnerung“, sagt Gisela Schütt aus Plau am See. Sie war gerade ein Jahr alt, als ihre Mutter mit drei Kindern aus Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen floh. Ihr Vater war im Krieg. Bei den Heimattreffen erfahre sie sehr viel über die Geschichte, so die 70-Jährige. Hier hört sie die Erinnerungen anderer Ostpreußen aus der Heimat.

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