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Neustadt-Glewe : Er sorgt für Fachpersonal auf Dauer

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Institut für Berufsbildung und Umschulung GmbH Neustadt-Glewe will mit Projekt Arbeitskräftebedarf in der Landwirtschaft nachhaltig decken

von
erstellt am 03.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Egal, ob Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen oder die Informatikbranche – alle haben inzwischen mit einem ganz speziellen Problem zu kämpfen: Es fehlt oft gut ausgebildetes Fachpersonal. Die Sorgen haben längst auch die Landwirtschaft erreicht. Dem will jetzt die Institut für Berufsbildung und Umschulung GmbH Neustadt-Glewe (ibu) mit einem neuen Projekt begegnen. „Unser Ziel ist es, landwirtschaftliche Strukturen nachhaltig so zu stärken, dass die Betriebe auf Dauer ihren Arbeits- und Fachkräftebedarf sichern können“, so ibu-Geschäftsführer Christian Rosenkranz.

Wobei die Betonung auf „langfristig“ liegt. Laut Rosenkranz spielt in dem Projekt zwar auch die Vermittlung von Arbeitskräften eine Rolle, allerdings soll es nicht darum gehen, zum Beispiel einem Betrieb bei kurzfristiger Kündigung eines Mitarbeiters sofort Ersatz zu vermitteln.

Verantwortlich für das Projekt ist Heinz-Rudolf Kohls, Strukturentwicklungsbeauftragter Landwirtschaft bei ibu. „Auch in der Landwirtschaft sind die Anforderungen an die Beschäftigten gestiegen, gibt es inzwischen eine hohe Technisierung. Wir wollen Bedarfe ermitteln, welche Arbeitskräfte die Betriebe in den kommenden Jahren brauchen“, sagt Kohls, „damit sie passgenau vermittelt werden können.“ Wichtig sei dabei, die Unternehmen miteinander zu vernetzen, sie zu beraten und die Mitarbeiterqualifizierung zu begleiten.

Heinz-Rudolf Kohls: „Ganz wichtig ist es, sowohl mit Arbeitgebern wie auch Arbeitnehmern ins Gespräch zu kommen. Dazu führen wir entsprechende Informationsveranstaltungen durch.“ Heißt, dass einerseits Landwirte hinsichtlich ihrer Personalpolititik beraten werden, andererseits mit Arbeitnehmern gesprochen wird, um u. a. ihre Interessen und Fähigkeiten herauszufinden. Angesprochen sind Arbeitslose ebenso wie zum Beispiel Menschen, die sich beruflich oder auch hinsichtlich des Wohnortes verändern wollen. „Man sollte ihnen aber nicht unbedingt erklären müssen, was Landwirtschaft ist“, schmunzelt Christian Rosenkranz.

Inzwischen gibt es im Rahmen des Projekts, in dem ibu mit der Arbeitsagentur und den Jobcentern kooperiert und das vom Schweriner Wirtschaftsministerium unterstützt wird, bereits Kontakte zu 200 Betrieben. Interessenten, die sich beteiligen wollen, können sich bei Heinz-Rudolf Kohls (Tel. 038757-507 71) melden. Übrigens weiß Kohls, wovon er redet: Der gebürtige Schleswig-Holsteiner studierte in Rostock Agrarökologie und Pflanzenproduktion, wohnt jetzt in Neustadt-Glewe.

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