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Einbruchsserie in Ludwigsluster Wohnhäusern : Er schlägt immer am Tage zu

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Dieser Einbrecher ist an Frechheit kaum zu überbieten. Polizisten mit Spürhunden durchkämmten gestern das Gebiet rund um die Paschenstraße in Ludwigslust. Die Fahndung läuft mit allen verfügbaren Kräften auf Hochtouren.

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 10:01 Uhr

Ludwigslust | Dieser Einbrecher ist an Frechheit kaum zu überbieten. Polizisten mit Spürhunden durchkämmten gestern Mittag das Gebiet rund um die Ludwigsluster Paschenstraße. Auf Anfrage sagte ein Polizeisprecher, dass die Beamten einen Einbrecher, der gestern am späten Vormittag in ein Haus an der Paschenstraße eingebrochen war, suchten. Er soll dort persönliche Papiere und eine Uhr gestohlen haben.

Die Fahndung lief auch gestern Nachmittag auf Hochtouren. Die Beamten setzten dafür alle verfügbaren Kräfte ein. Einen entscheidenden Vorteil haben die Suchkräfte: Sie kennen den Täter genau. Denn allem Anschein nach ist es derselbe Mann, auf dessen Konto seit Freitag drei Wohnungseinbrüche in Ludwigslust und einer in Hagenow gehen.

Erstmals brach er am vergangenen Freitag in ein Wohnhaus an der Wöbbeliner Straße ein. Die Bewohner waren verreist, doch ein Nachbar hatte den Mann in ein Kellerfenster einsteigen sehen und die Polizei alarmiert (SVZ berichtete). Als die Beamten am frühen Freitagabend das Haus umstellten, versteckte sich der Einbrecher zwischen Wohnbereich und Dachboden. Ein Polizeihund konnte den 31-Jährigen, der aus dem Land Brandenburg stammt, schließlich aufspüren. Wie SVZ erfuhr, wurde der Mann später nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder freigelassen.

Am Dienstag schlug er dann offenbar erneut zu, wieder in Bahnhofsnähe. Wie die Polizei informierte, war den Beamten am Nachmittag ein Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Klenower Straße gemeldet worden. Der Einbrecher sollte unter anderem Schmuck gestohlen haben. Die Beamten fahndeten anschließend nach dem zunächst unbekannten Täter und trafen am Bahnhof auf den Mann, den sie bereits kannten. Es war der Einbrecher, der Freitagabend auf der Wöbbeliner Straße gefasst worden war. Polizeisprecher Klaus Wiechmann: "Als die Polizisten ihn überprüfen wollten, flüchtete er und ließ dabei eine Tasche zurück, in der unter anderem Diebesgut von dem Hauseinbruch in der Klenower Straße aufgefunden werden konnte." In der Tasche fanden die Beamten auch Teile der Beute aus einem weiteren Wohnungseinbruch am Dienstag in Hagenow.

Nach dem flüchtigen 31-jährigen Mann intensivierte die Polizei am Dienstagnachmittag die Fahndung und setzte neben mehreren Streifenwagenbesatzungen auch den Polizeihubschrauber und einen Fährtenhund ein. Allerdings verlief die Fahndung nach dem mutmaßlichen Einbrecher bis zum Dienstagabend zunächst ergebnislos. Unterdessen sicherte die Kriminalpolizei am Tatort Spuren und leitete Ermittlungen wegen Diebstahls im besonders schweren Fall ein.

Doch der Einbrecher ließ sich von dem Polizeiaufgebot offenbar nicht beeindrucken. Die Polizei geht davon aus, dass er es war, der gestern am späten Vormittag in das Haus an der Paschenstraße einbrach. Die Fahndung nach dem 31-Jährigen lief auch gestern Abend noch auf Hochtouren.

Der Gesuchte ist etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß, hat kurze dunkelblonde Haare, ein Stirnglatze und dunkle Augen.

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