Bahnhof Ludwigslust : Endspurt auf neuem Parkplatz

Das Pflaster liegt, jetzt fegen Sunny Helms (r.) und Andy Hartmann den überschüssigen Split von der Parkfläche.  Fotos: K. Neumann
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Das Pflaster liegt, jetzt fegen Sunny Helms (r.) und Andy Hartmann den überschüssigen Split von der Parkfläche. Fotos: K. Neumann

P&R-Anlage soll im Mai fertig sein. Mehr als 180 Plätze für Autos erleichtern Pendlern künftig das Leben

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22. März 2016, 20:45 Uhr

Die nervige Parkplatzsuche am frühen Morgen hat für viele Bahnpendler in wenigen Wochen ein Ende. An der P & R-Anlage zwischen Gleis 1 des Ludwigsluster Bahnhofs und der Rudolf-Tarnow-Straße wird nach einem zwischenzeitlichen Baustopp wieder kräftig gearbeitet. „Wir hatten schon Anfragen, ob nicht ein Teil der Flächen bereits genutzt werden könnte“, sagt Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung Ludwigslust. „Aber das geht natürlich nicht, weil noch an vielen Stellen gebaut wird.“ Doch spätestens im Mai soll der Pendlerparkplatz mit mehr als 180 Plätzen voll nutzbar sein. „Die offizielle Übergabe ist für den 17. Mai geplant“, so Gröger. „Wir hoffen aber, dass wir noch früher fertig sind.“

Nach dem Baustopp im Herbst – verursacht durch die notwendige Umverlegung eines wichtigen Bahnkabels, über das die Stadt nicht informiert worden war – legten die Männer von der beauftragten Firma MUT Kommunalbau Ludwigslust Anfang des Monats wieder los. Derzeit sind sie dabei, die letzte Parkfläche unmittelbar an der Tarnow-Straße zu pflastern. Die Straßenbeleuchtung, der überdachte Fahrradständer und die abschließbaren Fahrradboxen stehen bereits. „Für die ersten zwei Boxen gibt es bereits Anmeldungen“, erklärt Jens Gröger. Auch die kleine Mauer aus Feldsteinen, die den Parkplatz vom Bahngelände trennt, ist fertig. Dort soll lediglich noch ein Infokasten aufgestellt werden, der über die Stadt informiert. In dieser Woche wird entschieden, wann die Fahrbahnen zwischen den Parkflächen asphaltiert werden sollen. „Ich gehe davon aus, dass das in der dritten Aprilwoche passiert“, so der Fachbereichsleiter. Parallel dazu beginne auch die Grüngestaltung. So sollen rund 20 kleinkronige Winterlinden gepflanzt und Rasen gesät werden. An der Tarnow-Straße ist eine Buchenhecke geplant. Was mit den geköpften Bäumen am Rande des Parkplatzes passiert, liegt nicht in der Macht der Stadt. „Sie befinden sich auf Bahngrundstücken“, so Gröger. Um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, hatte die Bahn begonnen, sie abzunehmen, die Arbeiten dann aber eingestellt.

Ob in naher Zukunft erste Ladestationen für Elektroautos aufgestellt werden, ist noch nicht klar. Die Stadt hat sich an einem Projekt der Metropolregion Hamburg beteiligt, über das an insgesamt 50 Standorten Stromzapfsäulen installiert werden. „Die Entscheidung, ob Ludwigslust dabei ist, ist noch nicht gefallen“, so Gröger. Aber auch bei einer abschlägigen Entscheidung hätte sich die Bewerbung für das Elektromobilitätsprojekt aus Grögers Sicht in jedem Fall gelohnt. „So sehen wir, welche Rolle Ludwigslust innerhalb der Metropolregion beigemessen wird.“ Um später selbst Ladestationen aufstellen zu können, sind Leerrohre und Kabelziehschächte mit in die Erde gebracht worden.

In den Bau des P & R-Parkplatzes investiert die Stadt gut eine Million Euro – allerdings ohne riesigen Eigenanteil. Das Projekt wird unter anderem zu 75 Prozent über das Land aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gefördert. Weitere knapp 100 000 Euro kommen aus dem Förderfonds der Metropolregion. Unterm Strich muss die Stadt nur rund 15 Prozent der Gesamtkosten aus dem eigenen Haushalt stemmen.

Kathrin Neumann

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