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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 11:27 Uhr

Ludwigslust : Endlich schnelles Internet

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Autoteile M&M GmbH Ludwigslust erhält ersten Glasfaseranschluss der Telekom im Gewerbegebiet Großer Kamp

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Seit Jahren wird über die Möglichkeiten und Förderungen des Breitbandausbaus im Landkreis Ludwigslust-Parchim beraten. Zuletzt erhielt der Landkreis einen Zuschuss des Landes in Höhe von 44,6 Millionen Euro, um das schnelle Internet auf dem flachen Land auszubauen (SVZ berichtete). Das große Ziel des Bundes soll es sein, bis 2018 eine flächendeckende Breitbandversorgung mit einer Datenmenge von bis zu 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen. Diesem Ziel ist die Autoteile M&M GmbH Ludwigslust im Gewerbegebiet Großer Kamp jetzt schon ein Stück näher gekommen.

„Im Mai stand eines Tages der Telekom-Berater bei uns in der Tür und meinte, Glasfaser, und damit schnelleres Internet wären jetzt ohne weiteres möglich“, erinnert sich Matthias Belke, Geschäftsführer der Autoteile M&M GmbH. Seit Jahren arbeitet das Unternehmen mit zehn Mbit pro Sekunde über eine Kupferleitung. „Wir haben fünf Filialen, die untereinander vernetzt sind. Der bisherige Internetanschluss war wirklich das unterste Limit“, so Belke weiter. Größere Down- und Uploads waren während des laufenden Tagesgeschäfts quasi unmöglich. Trotzdem zahlte das Unternehmen bisher knapp 1  000 Euro pro Monat für die Anschlüsse. „Ein eindeutiger Wettbewerbsnachteil, wenn man bedenkt, dass Kollegen in Hamburg höchstens ein Zehntel davon bezahlen“, erklärt Matthias Belke.

Für den neuen Glasfaseranschluss der Telekom musste lediglich ein kurzes Stück von der Tankstelle in der Neustädter Straße bis zum Grundstück der Autoteile M&M GmbH aufgegraben werden, ehe der Anschluss direkt im Gebäude verlegt werden konnte. Zusätzlich wurde an der Ecke des Grundstücks ein Verteilerpunkt eingerichtet. „Somit sind die technischen Voraussetzungen für den Glasfaseranschluss im gesamten Gewerbegebiet jetzt vorhanden“, erklärt Matthias Belke. Auch die im Vorfeld stets benannte Eigenbeteiligung der Unternehmen fällt nun wohl weg. „Außer den monatlichen Kosten, die jetzt schätzungsweise ein Drittel weniger betragen werden, müssen wir für den Anschluss nichts weiter zahlen“, so Belke weiter.

Der neue Anschluss bietet eine 1-Gigabit-Leitung. Dadurch bleibt die Datenübertragung zwar bei zehn Mbit pro Sekunde, doch der Qualitätsmaßstab der Glasfasern sei laut Matthias Belke ein viel höherer. Entscheidend seien hier zum Beispiel die Reaktionszeit und die Dämpfung der Leitung. „Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit, dass wir die Leistung hochdrehen lassen“, erklärt der Geschäftsführer. Auch die anderen Filialen des Unternehmens sind in dem neuen Gesamtpaket der Telekom inbegriffen und werden bis voraussichtlich Ende September mit neuen Anschlüssen versorgt. „Dort sind jedoch aktuell noch keine Glasfaserleitungen möglich“, so Matthias Belke.

Auch Jens Hennighausen, Geschäftsführer der Heko Metallbau GbR im selben Gewerbegebiet, zeigte sich überrascht von der neuen Möglichkeit. „Es hieß ja immer, dass wird frühestens Ende 2018 was. Uns wäre jede Neuerung recht, Hauptsache das Internet läuft endlich mal schneller. Davon sind wir hier im Gewerbegebiet alle betroffen und es nervt einfach nur.“

Matthias Belke ist sich sicher, dass auch seine Hartnäckigkeit und Nachfragen bei der Telekom nun schneller zum Glasfaseranschluss beigetragen haben. „Die Telekom musste jetzt was tun, um keine Kunden zu verlieren. Denn es gab ja auch schon Gespräche mit anderen Anbietern.“ Für den Unternehmer ist der Anschluss aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. „Der Breitbandausbau muss meiner Meinung nach überall schneller und vor allem effektiver vorangetrieben werden. Unsere Kunden in zum Beispiel Neuhof, Laupin oder Tewswoos haben mit zum Teil zwei Mbit/s quasi gar kein Internet.“ Doch bis die Versorgung auch hier ausreichend sein wird, ist von allen Beteiligten noch viel Geduld gefordert.

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