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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 07:25 Uhr

Boek : Ende eines erfolgreichen Events

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Das 25. Waldpokalturnier im Volleyball der SG F/E 1990 Boek e.V. wird es in dieser Form über drei Tage künftig nicht mehr geben

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erstellt am 30.Aug.2017 | 19:00 Uhr

Eine Ära geht zu Ende: Das von der SG F/E Boek 1990 e.V. organisierte Waldpokalturnier wird es in seiner bisherigen Form über drei volle Tage nicht mehr geben. „Das 25. Turnier auf unserer Sportanlage war der Abschluss“, sagte Thomas Bach, der Vereinsvorsitzende. „Die Zahl der teilnehmenden Teams ist rückläufig, die Männermannschaften fallen weg, es werden auch alle älter und es fehlt einfach an Nachwuchs. Und gesundheitlich sind viele auch nicht mehr so fit.“ Dabei schwang bei Thomas Bach auch etwas Wehmut mit. Denn der Wettkampf der Aktiven von der Regionalliga bis zur Bundesliga war immer der sportliche Höhepunkt des Jahres in Boek, das als Ortsteil zur Gemeinde Gorlosen gehört.

Im August 1992 wurde das Turnier um den Waldpokal aus der Taufe gehoben. „Unsere Anlage ist für solche Turniere bestens geeignet, in schöner Umgebung mit viel Wald gegelegen“, so Thomas Bach, der die Geschicke des Vereins seit 2002 leitet. Im September 1992 fand das 1. Waldpokalturnier in Boek mit einem illustren Teilnehmerfeld statt. Bei den Damen siegte damals Lenzen, das B-Turnier gewannen die Männer aus Eldena. Das A-Turnier der Männer gewann Grün-Gold Güstrow. Die Teams treten jeweils in einem A-Turnier mit Akteuren aus der Bundesliga und Regionalliga, und in einem B-Turnier mit Kreisklassespielern und Freizeitmannschaften an. Dieser Wettbewerb wurde zu einer guten Tradition. Nur einmal, im Jahr 2002, fand kein Turnier statt. Zwei Tage vor Beginn des Wettkampfes hatten die Behörden aufgrund der extremen Hochwasserlage alle öffentliche Veranstaltungen untersagt.

Die Resonanz war in den ersten Jahren sehr groß. „43 Mannschaften bei einem Turnier bedeuteten einsame Spitze“, so Thomas Bach. Zu den Teams, die von Anfang an dabei waren, zählten die Aktiven des TV Friedeburg aus Friesland. Auch die Frauen vom TSV Leipzig waren bis vor Jahren noch mit dabei. Aber nun gehen alle auf die 70 zu und da wird es schon schwieriger. „Aber zum Jubiläum in diesem Jahr haben sich die Leipzigerinnen aufgerafft und sind noch mal hier gewesen. Sie traten dann mit den Friedeburgern als gemischte Truppe unter dem Namen ,Boeker Urgesteine’ an“, schmunzelt der Vereinsvorsitzende. „Vier Frauenmannschaften und elf gemischte Teams gingen diesmal an den Start. Bei den Frauen holte sich VSV Plattball Schwerin den Sieg, vor Empor Wittenberge, den Luperlen aus Ludwigslust-Perleberg-Lenzen und Fortuna Templin. Im Gemischten gewannen die Sunshine Lollipops aus Berlin vor den Frie-Go-Mix Friedrichsruhe und den Underdogs aus Wittstock. „Für die ersten Drei gab es jeweils einen Pokal und eine Flasche Sekt, dazu ein Erinnerungsfoto von der Anlage ,25 Jahre Waldpokal Volleyball der SG FE Boek’ vom 26. August 2017.“ Die Pokale stiftet der Verein, aber ohne tatkräftige Unterstützung von Sponsoren wäre dieses Turnier über Jahre nicht solch ein Erfolg geworden. Dazu steuerten auch die Familien Schubring aus Boek, Landwirt Karsten Kröcher aus Grittel, Malerbetrieb Manuel Ketelhöhn aus Eldena und die VR Plus Altmark-Wendland eG in Eldena ihren Teil bei.

Ebenso wollte Thomas Bach jenen aus dem Verein, auf die immer Verlass war, Lob und Anerkennung aussprechen: So den Ehepaaren Zarss, Graaf und Stoffel. Thomas Bach wird bei der Vorbereitung des Turniers auch von seiner Frau und den drei Kindern unterstützt. Und nicht zu vergessen Ingrid Bach, Oma Ingrid aus Strassen, die am morgigen Freitag ihren 76. Geburtstag feiert. Als langjährige Toilettenfrau sorgte sie für Sauberkeit und Hygiene.

„Das 25. Turnier war ein würdiger Abschluss, einige Mannschaften haben bei der Siegerehrung selbst getextete Lieder gesungen, andere führten verkleidet eine Show vor. Das Waldpokalturnier wird es so über drei Tage nicht mehr geben. Der Aufwand, so viele Mannschaften über so einen langen Zeitraum zu versorgen, ist zu groß. Wir werden uns aber im Verein überlegen, wie es in anderer Form weitergehen könnte.“

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