Ludwigslust : Elektro-Klänge im Gotteshaus

Küster Thomas Konradt freut sich auf das Konzert.  Fotos: muen / veranstalter
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Küster Thomas Konradt freut sich auf das Konzert. Fotos: muen / veranstalter

Torsten Harder aus Neustrelitz und seine Band gastieren mit ungewöhnlichem Musikprojekt in der Ludwigsluster Stadtkirche

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28. Juni 2016, 21:00 Uhr

Von der Silbernen Hochzeit zu einem der wohl außergewöhnlichsten Konzerte, die an diesem Ort je stattfanden. Genau Letzteres wird es in der Stadtkirche zu Ludwigslust demnächst geben. Doch der Reihe nach.

Vor einiger Zeit war Küster Thomas Konradt zu einer Silberhochzeit eingeladen. „Eine Pastorin, mit der ich bekannt bin, feierte ihr Fest in einer Kirche in Neubrandenburg, wo es ein Konzert gab“, sagt Thomas Konradt. „Ich war nach dem Konzert so beeindruckt, dass ich unbedingt mit dem Künstler sprechen wollte.“

Der Künstler war der Cellist und Komponist Torsten Harder aus Neustrelitz, der mit seiner Band das Projekt „Cronsohn“ ins Leben gerufen hatte – Musik auf elektro-akustischer Basis. „Mich haben die außergewöhnlichen Klänge fasziniert, die Töne, die aus dem E-Cello kommen“, erinnert sich Thomas Konradt. „Das waren irgendwie schräge Töne, wobei ,schräg’ nicht negativ gemeint ist.“

Solche Klänge müssten auch einmal in der Ludwigsluster Stadtkirche erklingen, dachte sich Küster Konradt und sprach Torsten Harder daraufhin an. „Zumal wir in unserer Kirche eine sehr gute Akustik haben, das sagen immer wieder Musiker, die bei uns gastieren“, so Thomas Konradt.

Harder hatte schon seinerzeit geplant, das Projekt im Rahmen einer Premierentour Anfang Juli 2016 in Kirchen Mecklenburg-Vorpommerns vorzustellen. Als nun Küster Konradt anfragte, stimmte Torsten Harder ohne Umstände zu und versprach, Ludwigslust in die Tour einzubinden. Und so wird er mit seiner Band am 9. Juli um 20 Uhr in der Stadtkirche Ludwigslust gastieren und hier die Premierentour beenden. Stationen zuvor werden unter anderem die Stadtkirche Neustrelitz und die Petrikirche Rostock sein.

Gegenüber SVZ erklärte Torsten Harder das Musikprojekt so: „Es geht um die Verbindung elektro-akustischer Musik mit Computermusik, deren Sounds eingemischt werden. Mit der Computermusik wirken dabei E-Cello, Gesang sowie akustisch und elektronisch gespielte Perkussionsinstrumente zusammen.“ Dabei entstehe eine besondere Klangwelt, in die gesungene und gesprochene Texte einbezogen seien.

„Ich war als Kind einmal in der Ludwigsluster Kirche und fand sie beeindruckend. Jetzt freue ich mich auf das Wiedersehen“, sagt Torsten Harder, der hier am 9. Juli gemeinsam mit den Bandmitgliedern Samuel Jersak und Matthijs van der Feen gastieren wird. Tickets gibt es im Vorverkauf in der Kirche sowie in der Stadtinformation in der Schlossstraße und an der Abendkasse.

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