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Ludwigsluster Tageblatt

22. August 2017 | 13:21 Uhr

Eldena : Eldena: Ausbau der L07 ab April

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auf einer Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus stellten Straßenbauamt Schwerin und Planungsbüro Krull das Vorhaben vor

Technische Zeichnungen sind an einer Wand im Dorfgemeinschaftshaus in der Bahnhofstraße in Eldena aneinandergereiht. Planerin Katrin Krull steht davor, erläutert den anwesenden Einwohnern die Details zum Bauablauf eines wichtigen infrastrukturellen Vorhabens, das die Eldenaer in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen wird: des Ausbaus der Landesstraße 07 von der Brücke über die Elde bis zum Ortsausgang Richtung Strassen. Rund 100 Anwohner der betroffenen Straßen – Karl-Wilführ-Straße, Marktplatz, Schützenplatz, Töpfergang und Friedhofsweg – hatten sich auf den Weg zu dieser Einwohnerversammlung gemacht, um sich im Detail über dieses Vorhaben in Kenntnis setzen zu lassen. Neben Bürgermeister Reinhard Tiede und Heinrich Nau, dem Vorsitzenden des Bauausschusses der Gemeinde Eldena, waren vom Straßenbauamt Antje Dunkel und Burkhard Karberg, der Leiter der Straßenmeisterei Ludwigslust, anwesend. Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Gemeinschaftsvorhaben der Gemeinde Eldena, des Straßenbauamtes, des Landkreises Ludwigslust-Parchim und des Energieversorgers Wemag. Baubeginn wird am 1. April dieses Jahres, Ende der Maßnahme soll Ende November sein. Rund 904 000 Euro werden in dieses Projekt investiert, war von Wilfried Schubert, Dezernent im Straßenbauamt Schwerin, zu erfahren.


Naturschutzrechtliche Genehmigung im Oktober 2013


Bereits im Jahre 2011/12 wurde der erste Abschnitt Bresegarder Straße/Bahnhofstraße ausgebaut. Mit der Planung sei damals für die gesamte L07 begonnen worden, aber dann musste das Straßenbauamt die Maßnahme teilen, so Mitarbeiterin Antje Dunkel. Für die Lenzener Straße gab es zu jener Zeit kein Baurecht, da dort noch sehr viele Bäume standen. Nach langem Hin und Her habe die Schweriner Landesbehörde im Oktober 2013 die naturschutzrechtliche Genehmigung erhalten, die Bäume abzunehmen. Ausschreibungsunterlagen wurden erstellt und die Ausschreibungsplanung erarbeitet. So kann im Frühjahr mit der Baumaßnahme begonnen werden, zuvor müssen jedoch noch insgesamt 24 Bäume für dieses Bauvorhaben weichen. Aus naturschutzrechtlicher Sicht muss das Fällen im Winter passieren.

Katrin Krull, Inhaberin des gleichnamigen Ingenieurbüros PlanungLand aus Schwerin, erläuterte ausführlich den Bauablauf der einzelnen Abschnitte, stellte den Verkehrsverlauf der innerörtlichen Umleitung vor. Ausgebaut wird auf der L07 ein 766 Meter langer Abschnitt mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 Meter in Asphalt. Links und rechts entsteht eine Gosse mit Hochbord. Die sich anschließende Gemeindestraße und die K 50 werden auf 15 bis 30 Metern Länge ausgebaut. Die Kreisstraße erfährt eine Ausbaubreite von sechs Metern in Asphalt, links und rechts mit einer Gosse versehen. Der Friedhofsweg wird in Pflaster verlegt, auch der Marktplatz wird nach Beendigung der Baumaßnahme w ieder hergestellt. Der Gehweg wird neben der Fahrbahn mit Hochbord angelegt, alles in allem wird das in dem Abschnitt der L07 etwa 120 Meter lang sein. Die Regenwasserkanalisation wird in der gesamten Straße auf 130 Metern verlegt, es gibt 50 Straßenabläufe. Die Gehwegbeleuchtung wird erneuert. Alle 30 Meter vom Friedhofsweg an wird eine Straßenlampe aufgestellt. Die Stromleitung in der Lenzener Straße bis Straße der Jugend wird abschnittsweise von der Wemag verlegt. Die Telekomleitungen werden zudem in den einzelnen Abschnitten tiefer verlegt.


Zum Teil werden neue Hausanschlüsse installiert


Bevor es aber mit der komplexen Baumaßnahme am 1. April 2014 losgeht, müssen im Februar 20 Bäume gefällt werden, um Baufreiheit zu schaffen. Vier Bäume sind bereits im Vorjahr infolge von Sturmschäden abgenommen worden. Wenn diese Arbeiten im Februar in der Straße der Jugend beendet sind, wird laut Aussage von Planerin Katrin Krull im März die Trinkwasserleitung neu verlegt. Beginn ist bei den Häusern 7 und 7a, die Arbeiten führt der Zweckverband Fahlenkamp aus. „Zum Teil werden auch neue Hausanschlüsse installiert. Wer neue bekommen soll, wird von unserem Ingenieurbüro angeschrieben“, so Katrin Krull. „Sollte es Probleme geben, dann komme ich raus und werde das vor Ort mit den Anwohnern klären.“ Die Verlegung der Trinkwasserleitung erfolgt bis ans Haus. Was den Straßenbau betrifft, so ist die Maßnahme in drei Abschnitte unterteilt. Der 1. BA beginnt südlich der Karl-Wilführ-Straße und endet im Töpfergang, das soll von Anfang April bis Ende August dauern. Der zweite BA wird in der Zeit vom 14. Juli bis zum 23. August ausgeführt, das hängt mit dem Busverkehr in den Sommerferien zusammen. Von Ende August bis Oktober wird dann der Abschnitt von der Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße bis zum Töpfergang fertig gestellt. Ende Oktober soll die Asphaltschicht eingebracht werden, dafür ist ein Wochenende vorgesehen. Die Fertigstellung ist dann auf den 14. November 2014 datiert. Während der Vollsperrung für den 1. und 2. BA von April bis Ende August wird eine großräumige Umleitung ausgeschildert. In der dritten Bauphase wird halbseitig gebaut.

Die anwesenden Bürger nutzten auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen, so zur Umleitung am Friedhofsweg, wo eine Ampelanlage installiert werden soll. Und es soll auch funktionieren, dass sich Busse im Gegenverkehr ohne Probleme begegnen, da der Gehweg am Friedhofsweg teilweise weggenommen wird. Die Baustellenbeschilderung sieht eine Temporeduzierung auf 30 km/h vor. „Wir wollen hier keinen Fremdverkehr, maximal Pkw, Schulbus und Anlieger. Für Lkw soll der Durchgangsverkehr gesperrt werden“, ließ sich dazu Straßenmeister Burkhard Karberg vernehmen. Und fügte als Antwort auf die Frage eines Einwohners hinzu, dass die Polizei entsprechende Kontrollen durchführen sollte, um die Einhaltung dieser Verkehrsmaßnahme zu überprüfen.

Wenn die Baufirma feststeht, kann der Bürgermeister entscheiden, ob es noch einmal eine Info-Veranstaltung für die Anwohner geben soll. Wichtigste Mitteilung an diesem Abend für die Bürger: Es liege aktuell keine Satzung vor, die die Bewohner der betroffenen Straßen zur Zahlung von Anliegerbeiträgen verpflichte. Wenn Beiträge gezahlt werden müssten, dann würde das nur für Gehweg und Beleuchtung gelten, nicht aber für den Straßenbau oder für die Fahrbahn.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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