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Ludwigsluster Tageblatt

20. September 2017 | 09:37 Uhr

grabow : „Eldekinder“ auf den Kopf gestellt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Studenten der Hochschule Wismar entwickelten Entwürfe zur Inklusion und typologischen Neustrukturierung der Grabower Grundschule

von
erstellt am 03.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Zeichnungen und Skizzen hängen an den Aufstellern im Reuterhaus in Grabow. Am Computer entworfene Ideen, in Grundrissen dagestellt, ergänzt durch Modelle, in denen neugestaltete Räume und der für die Innenausstattung verwendeten Materialien. Alle Entwürfe beschäftigten sich mit der Grundschule „Eldekinder“, für acht angehende Innenarchitekten war in den letzten Wochen und Monaten die Schule in Grabow das Thema. Für Katrin Naßutt, Lisza Döhring, Anja Gaedcke und all die anderen Studenten der Hochschule Wismar war der Auftritt im Grabower Reuterhaus im Kießerdamm etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil die Studierenden des Master-Studiengangs Innenarchitektur unter dem Titel „Auf den Kopf gestellt“ ihre im letzten halben Jahr entwickelten Entwürfe zur Inklusion und typologischen Neustrukturierung der „Eldekinder“-Grundschule Grabow vorstellten. Und zum anderen, weil es für die acht jungen Leute zugleich die Abschlussprüfung der jeweiligen Semester im Fach Entwürfe war. Die Ausstellung ist bis zum 3. März 2017 im Reuterhaus in Grabow zu sehen.

Angeregt hatte dieses Projekt Andrea Fuhrmann, die Leiterin der Grundschule „Eldekinder“, die bei der Hochschule Wismar anfragte, ob solch ein Vorhaben umzusetzen sei. Und es klappte. Aufgabe der angehenden Innenarchitekten war es, ein modernes und integratives Klassenzimmer zu entwerfen – dafür steht die Grundschule „Eldekinder“ in Grabow Modell und könnte vielen anderen Schulen zur Anschauung dienen. Andrea Fuhrmann und Bürgermeister Stefan Sternberg zeigten sich wie die anderen Besucher der Ausstellung sehr angetan über die vorgelegten Ergebnisse. „Es war schon beeindruckend, mit der 3-D-Brille durch die Ausstellung zu gehen und dabei die einzelnen Räume in ihrer neuen Gestaltung zu erleben“, schwärmte der Bürgermeister.

In farbigen Computergrafiken stellten die angehenden Innenarchitekten ihre Ideen zur Umgestaltung der Grundschule vor.
In farbigen Computergrafiken stellten die angehenden Innenarchitekten ihre Ideen zur Umgestaltung der Grundschule vor. Foto: Michael Seifert

Die unterschiedlichen Anforderungen an die Räumlichkeiten wurden in Zusammenarbeit mit der Leiterin der Grundschule erarbeitet sowie von den Studierenden weiterentwickelt und umgesetzt. Die Studenten zeigten sich dabei sehr kreativ und sie erläuterten ihre Arbeit in der öffentlichen Prüfung vor Professorin Annette Leyener und Professor Oliver Hantke, die beide das Projekt betreuen.

„Und dabei haben die Studenten nicht nur einen Klassenraum, sondern gleich die ganze Schule auf den Kopf gestellt. Vom Fundament bis zum Dach ist alles angefasst worden“, sagte Professor Hantke. „Über Seminararbeiten, Referate und pädagogische Konzepte haben sich die angehenden Innenarchitekten diesem Thema genähert.“

Seit September 2016 beschäftigen sich Studierende des Master-Studiengangs Innenarchitektur mit dem Thema Inklusion an Schulen. Dabei geht es sowohl um neue Unterrichtsstrukturen, als auch um mitwachsende Möbelstücke, Lernecken, Rückzugsmöglichkeiten und variable Möblierungskonzepte. „Der Klassenraum muss vielen Bedürfnissen gerecht werden“, weiß Professorin Annette Leyener. „Wir wollen exemplarisch einen Raum nach den Entwürfen gestalten“, informierte Andrea Fuhrmann. Bürgermeister Stefan Sternberg sagt im Namen der Stadt als Schulträger finanzielle Unterstützung zu. Auch wolle die Stadt Fördermittel für dieses Vorhaben, so z. B. über die Deutsche Fernsehlotterie einwerben.

 

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