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Grabow : „Ekel Alfred“ zu Gast in der Eldestadt

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kundencenter des Grabower Kfz-Unternehmens Giemsch wurde erneut zur Theaterbühne / Parchimer präsentierten „Ein Herz und eine Seele“

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erstellt am 29.Jan.2014 | 07:00 Uhr

40 Jahre Autohaus Giemsch, ein Jubiläum, auf das Unternehmerehepaar Bernd und Diana Giemsch mit Recht stolz sein kann. Der Name Giemsch hat in der Stadt Grabow seit vielen Jahren einen festen Bestand, und das nicht nur im gewerblichen Sinn. Das Ehepaar engagiert sich auch über das eigentliche Tagesgeschäft hinaus für die Stadt und ist bei allen großen Aktionen stets vertreten. So konnte das Festkomitee der Stadt die Firma bereits im vergangenen Jahr dafür gewinnen, ein kulturelles Highlight in ihrem Kundencenter zu präsentieren. Nach dem großen Erfolg des Abend „in der Bar zum Krokodil“ stand für Bernd und Diana Giemsch fest: Das wiederholen wir. Und so wurde das Kundencenter Giemsch nun erneut zur Theaterbühne.


„Silberne Hochzeit“ wurde Publikumshit


Mit dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim und seinem Ensemble „Ein Herz und eine Seele“ holte das Unternehmerpaar einen Act nach Grabow, der schon nach wenigen Stunden für ausverkauftes Haus sorgte. Die aus den gleichnamigen Fernsehfolgen um „Ekel Alfred“ bekannten Episoden sorgten bei den rund 200 Gästen an diesem Abend für Muskelkater im Zwerchfell. Ganz besonders die „Silberne Hochzeit“ wurde an dem Abend zum Publikumshit.

Carl M. Pohla spielte Ekel Alfred, schwitzend, cholerisch und natürlich mit Seitenscheitel und Schnauzbart, in Unterhemd und Hosenträgern, genau wie man es vom Original her kennt. Alfred Tetzlaff ist die Personifikation des hässlichen Deutschen. Zum Beispiel wenn er seinen Schwiegersohn und SPD-Wähler Michael als „langhaarige bolschewistische Hyäne“ beschimpft oder wenn er die Fenster wie für einen Bombenangriff verrammelt, weil er Angst hat, dass zur Silberhochzeit Überraschungsgäste vorbeikommen.

Wiebke Roloff als Else Tetzlaff blieb neben Carl M. Pohla aber keineswegs farblos. Die nach 25 Ehejahren mit einem diktatorischen Scheusal etwas labil wirkende Ehefrau ist völlig aus dem Häuschen, als sie feststellt, dass am Tag ihrer Silberhochzeit der Frühstückstisch im Wohnzimmer gedeckt ist. Sie weint vor Freude, als sie auch noch eine Brosche und Blumen geschenkt bekommt. Und sie ist total verunsichert, als sie erfährt, dass Tochter und Schwiegersohn sie und Alfred ins vornehme, französische Restaurant „Royal“ ausführen wollen. „Was soll ich denn da anziehen?“, kreischt die Kittelschürzenträgerin, die von ihrem Mann bisher nur ein Hochzeitskleid geschenkt bekam - das sie noch einmal zur Hochzeit ihrer Tochter tragen musste.

Die Bühnenfassung unter der Regie von Katja Mickan hält sich streng an die Drehbücher der Fernsehfolgen und auch das Bühnenbild aus Originalmöbeln, das gemeinsam mit der Siebzigerjahre-Kleidung der Schauspieler eine dichte Atmosphäre schaffte, ließ die begeisterten Zuschauer an diesem Abend in Grabow einmal mehr das Original vergessen. Das Publikum spendete viel Applaus und rief mehrmals nach Alfred, dem beliebtesten Scheusal unter deutschen Ehemännern.

Ein absolut erfolgreicher Abend für das Kundencenter Giemsch, das mit seinem Team zudem für echtes Theaterfeeling sorgte. Und was sicher zu sein scheint, auch im kommenden Jahr wird es wieder einen Theaterabend in dieser einzigartigen Atmosphäre geben.

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