neustadt-glewe : Einst vor dem „Brandenburger Tor“

Christa Schenk mit dem Erinnerungsfoto. Es zeigt das aus Stroh nachgestaltete Brandenburger Tor in der Lüneburger Heide.
Christa Schenk mit dem Erinnerungsfoto. Es zeigt das aus Stroh nachgestaltete Brandenburger Tor in der Lüneburger Heide.

Christa Schenk erinnert sich an Gründung des Neustädter Partnerschaftsvereins / CDU und NPV feiern mit Oststeinbekern Tag der Einheit

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30. September 2015, 07:00 Uhr

Eigentlich begann alles mit einem verbrannten Hahn. Noch heute muss Christa Schenk schmunzeln, wenn sie an die Episode denkt. Die Neustädter Künstlerin erinnert sich: „Anfang 1990 standen plötzlich der Neustädter Sportlehrer Herr Wegel und Herr Vorbek aus Oststeinbek vor meiner Tür. Sie wollten mit mir über Kultur reden und warben dafür, einen Partnerschaftsverein in Neustadt-Glewe zu gründen, wie es ihn bereits in Oststeinbek gab. Wir kamen so ins Plaudern, dass ich gar nicht bemerkte, dass mein Hahn im Grill schon schwarz war, sehr zum Ärger meines Mannes.“

Immerhin: Trotz oder vielleicht auch dank des verbrannten Hahns dürfte dieses Gespräch als Geburtsstunde des Vereins gelten. Einige Wochen später berichtete die SVZ über den eigentlichen Gründungsauftakt für den „Neustädter Partnerschaftsverein“ (NPV) in der Sporthalle am 30. Mai 1990. „An diesem Abend trugen sich 37 Menschen als Mitglied ein. Wir erarbeiteten eine Satzung und reichten sie beim damaligen Kreisgericht ein“, so Christa Schenk. „Am 9. Juli 1990 wurde unser NPV mit der Nummer 29 eingetragen.“

In den folgenden Jahren gestalteten beide Partnerschaftsvereine einen regen Austausch. Man besuchte sich gegenseitig, traf sich in der Lüneburger Heide ebenso wie zur Dampferfahrt auf dem Schweriner See oder der Kremserfahrt durch die Lewitz. „Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Besuch in der Lüneburger Heide kurz nach der Wende. Da sahen wir plötzlich mitten in der Heide das Brandenburger Tor. Fleißige Leute hatten es ganz aus Stroh detailgetreu nachgebaut“, lacht Christa Schenk, die heute stellvertretende Vorsitzende des 33 Mitglieder umfassenden NPV ist. Gemeinsam mit der Vorsitzenden Antje Diederich leitet sie die Geschicke des Vereins. Den Oststeinbeker Partnerschaftsverein gibt es laut Schenk inzwischen nicht mehr. Trotzdem, so Christa Schenk, besucht man sich nach wie vor gegenseitig. „Denn in den vergangenen 25 Jahren sind viele Freundschaften entstanden“, sagt Schenk. Und so werden am kommenden Sonnabend auch Gäste aus Oststeinbek anlässlich des 25. Jahrestages der Einheit in Neustadt-Glewe sein, wie auch Silke Schulz, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Neustadt-Glewe hervorhebt.

„Wir werden diesen Tag der Wiedervereinigung Deutschlands mit Gästen unserer Partnerstadt Oststeinbek und den Mitgliedern des Neustädter Partnerschaftsvereins (NPV) festlich begehen“, betont Schulz. Die Festveranstaltung im „Casino“ des Technikums am Sonnabend wird durch Christa Schenk als Gründungsmitglied des Partnerschaftsvereins eröffnet. Es folgen Festreden von Antje Diederich, Vorsitzende des NPV, Silke Schulz, Vertretern der Partnerstadt Oststeinbek sowie der Stadt Neustadt-Glewe. Eine Bilderausstellung von Thorsten Wiechmann und die Führung durch die Ausstellung des Fotoclubs Neustadt-Glewe e. V. in der Burg durch Britta Kley verdeutlichen anschaulich die Veränderungen in den vergangenen 25 Jahren in Neustadt-Glewe, so Silke Schulz.



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