Ludwigslust : Eine stille Minute für die NS-Opfer

Anika aus Loosen besucht das Fachgymnasium. Sie war mit ihrer Schulklasse gestern an der neu gestalteten Gedenkstätte.  Fotos: kahe
1 von 5
Anika aus Loosen besucht das Fachgymnasium. Sie war mit ihrer Schulklasse gestern an der neu gestalteten Gedenkstätte. Fotos: kahe

Gestern Kranzniederlegung an umgestalteter Gedenkstätte Am Bassin in Ludwigslust / Neue Stehlen und Tafeln erinnern an Beisetzung 1945

von
27. Januar 2016, 11:16 Uhr

Mit einer Schweigeminute Am Bassin haben gestern die Ludwigsluster der Opfer aus dem KZ Wöbbelin gedacht. Es war die erste offizielle Veranstaltung an der umgestalteten Gedenkstätte zwischen Schloss und Stadtkirche. Zwei neue Edelstahl-Stehlen und drei in Klinkern eingelassene Tafeln erinnern an jenen Tag im Mai vor 71 Jahren, als hier die amerikanischen Militärbehörden zweihundert in Wöbbelin gestorbene KZ-Häftlinge begraben ließen. Die Ludwigsluster waren damals von den Amerikanern dazu gedrängt worden, sich das Begräbnis der ausgemergelten Leichen mitanzusehen. „Obwohl Sie alle behaupten, es nicht gewusst zu haben. So sind Sie doch für diese Gräueltaten verantwortlich. Denn das alles geschah unter der Regierung, die Sie gewählt haben“, hatte damals der US-Militärgeistliche George B. Wood in seiner Grabrede zu den Ludwigslustern gesprochen. Wer heute durch die Trichter in den Stehlen schaut, hat genau diese Szene vor Augen: Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt die geöffneten Gräber und die Ludwigsluster, die daran vorbeilaufen...

Den vollständigen Text lesen Sie in der E-Paper- oder Printausgabe am Donnerstag.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen