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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 05:06 Uhr

Eine musikalische Wundertüte

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

„Jahrmarkt der Sensationen“ lockte am Sonnabend 420 Besucher in das Landgestüt Redefin/ Viele Gäste aus Nachbarbundesländern

„Eine Wanderbühne, die sich an den verschiedensten Orten öffnet und den Menschen zuwendet, passt sehr gut zu einem Festival wie dem unseren, das einen so großen ländlichen Raum bespielt“, sagt Dr. Markus Fein, Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, über den von ihm initiierten „Jahrmarkt der Sensationen“, der am vergangenen Freitag auf dem Gut Ulrichshusen im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns vor 600 Zuschauern seine Premiere hatte.

Lediglich einen Tag später schlug die Künstlerkarawane ihre Zelte auf dem weitläufigen Areal des Landgestütes Redefin auf, um ihre zirzensischen Attraktionen vor klassizistischem Ambiente präsentieren zu können. Mehr als 420 Besucher fanden am Sonnabend den Weg nach Redefin, um sich unter anderem von den vier Vollblutmusikern des Weltmusikensembles Quadro Nuevo, der Compagnie Bodecker & Neander sowie von Danza Furiosa mit ihrer Kombination von Luftartistik und Schlangenbeschwörung in die bunte Welt des Jahrmarktes um das Jahr 1900 entführen zu lassen. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ziehen vor allem auch immer wieder Gäste aus unseren Nachbarbundesländern an. So ließen es sich die absoluten „Wiederholungstäter“ Roswitha und Herbert Kleinwächter aus Groß Hansdorf in Schleswig-Holstein nicht nehmen, das musikalische Wandertheater in Redefin mitzuerleben. Die beiden aktiven Fördermitglieder der Festspielfreunde Mecklenburg-Vorpommern sind als große Kulturbegeisterte regelmäßige Gäste in unserer Region. Erst jüngst besuchte Roswitha Kleinwächter als Vorstandsmitglied der Theatergemeinde Hamburg gemeinsam mit 25 Gleichgesinnten die Schlossfestspiele in Schwerin. „Ich bin sehr neugierig auf diese Wanderbühne und gespannt auf den direkten Vergleich mit dem am kommenden Wochenende in Ludwigslust stattfindenden Kleinen Fest im großen Park“, sagt Herbert Kleinwächter vor Beginn. Bei diesem Vergleich bleibt Karl Heinrich Wendorf als Projektleiter der „musikalischen Wundertüte“, wie er selbst seine von ihm organisierte und betreute Wanderbühne bezeichnet, völlig gelassen. Schließlich beruhen beide Veranstaltungen auf unterschiedlichen Konzeptionen und sind daher aus seiner Sicht nur schwer zu vergleichen.

„Unser Jahrmarkt der Sensationen ist aus meiner Sicht ein kleiner und überschaubarer, intimer Wanderzirkus, bei dem besonders ein musikalischer Fokus zu erkennen ist“, sagt Wendorf, der vom Intendanten Dr. Markus Fein eigens mit der Organisation des Wandertheaters im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern beauftragt wurde. „Bereits nach der großen Premiere am Freitag auf Gut Ulrichshusen war uns allen klar, dass sich die mehr als einjährigen Vorbereitungen gelohnt haben“, sagt ein sichtlich erleichterter Karl Heinrich Wendorf, bevor er wieder zügig enteilt, um unmittelbar vor Beginn die Bühne nochmals zu putzen. Als studierter Musiker und Kulturmanager ist sich der 25-Jährige auch für solche banalen Tätigkeiten nicht zu schade.

Der Wanderzirkus wird noch bis zum 10. August an noch sechs weiteren Spielstätten unter anderem in Schwerin, Rehna und Putbus seine Zelte aufschlagen. So wie am Wochenende in Redefin werden auch dort die Besucher mit dem eigens kreierten bunten, poetischen und beschwingten Programm mit Musik, Pantomime, Jahrmarkt und Kino, Akrobatik sowie Schlangenbeschwörung in den Bann gezogen.

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