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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 21:35 Uhr

Grabow : Eine Menge Holz für Grabow

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadt kümmert sich um ihren Wald als nachhaltige Einnahmequelle. Fünf Hektar sind dieser Tage bepflanzt worden

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Die erneuerbaren Energien haben das Thema in den Blickpunkt öffentlichen Interesses gerückt: Kommunen sind auf der Suche nach Einnahmemöglichkeiten, um die öffentlichen Haushalte, die oft chronisch klamm sind, auf eine solidere Basis zu stellen. Viele Städte und Gemeinden sind bereits im Prozess der Haushaltskonsolidierung und müssen zwangssparen. Nicht so die Stadt Grabow, die aber trotzdem nachhaltige Einnahmequellen sucht. Holz ist so ein Faktor. „Wir sind der fünftgrößte kommunale Waldbesitzer im Land“, erklärt Bürgermeister Stefan Sternberg dazu. „Es sind rund 2100 Hektar und wir müssen nachhaltig planen, wie wir damit umgehen. Der Verwaltungschef verhehlt nicht, dass je nach Holzpreis jährlich eine „angenehme Summe“ in den Stadthaushalt gespült werde.

Die Firma Galafo aus Güstrow hat in den letzten Tagen bei der Stadt Grabow auf einer Fläche von 1,63 Hektar insgesamt 16 300 Kiefern gepflanzt. Unermüdlich gehen die Mitarbeiter mit dem „Göttinger Fahrradlenker“ durch die Furchen, um die Pflanzlöcher vorzubereiten. Die zweijährigen Kiefernpflänzchen müssen sorgfältig in den Boden gebracht werden, und sie dürfen auch nicht einfach wieder herauszuziehen sein. Qualitätsarbeit ist also gefragt. „Vorher wurde die Fläche geräumt und mit einem Streifenpflug bearbeitet“, erzählt André Möller, der Bereichsleiter der Firma für Südwestmecklenburg. Die ganze Maßnahme dauerte zwei Tage, dann waren alle Setzlinge auf der Fläche im Boden.

„Wir können nicht nur ernten. Wir müssen auch pflanzen. Alles, was wir jetzt ernten, ist die gute Arbeit unserer Vorfahren. Genauso müssen wir es jetzt für unsere Enkel tun. Und da sind wir in diesem Jahr ganz gut dabei“, sagt der Grabower Bürgermeister Stefan Sternberg.

„Insgesamt sind es fünf Hektar in der Stadtforst“, ergänzt Holger Voß, Leiter des Forstamtes Grabow. Außer der Kiefernfläche kommen noch ein Hektar Douglasien und 1,7 Hektar sogenannte Naturverjüngung dazu. „Das bedeutet einen lockeren Schirm aus stehen gebliebenen Bäumen und die entsprechende Bodenbearbeitung“, erklärt der Forstamtsleiter. Mit dieser Methode lassen die Forstleute also der Natur ihren Lauf.

Die Güstrower Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft (Galafo) gibt es seit 1993.

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