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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:16 Uhr

Ludwigslust : Eine Kartenflut voller Ideen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Erste Bildungskonferenz der Stadt Ludwigslust „Grundschule - eine Schule für Alle“ vereinte Elternvertreter, Pädagogen und Politiker

von
erstellt am 22.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Fabian Vogel steckt rote, gelbe, grüne, blaue und orangefarbene Zettel an die Aufsteller vor der Bühne in der Stadthalle. Auf diesen Zetteln haben die Teilnehmer der Bildungskonferenz „Grundschule - eine Schule für Alle“ in Ludwigslust ihre in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Vorstellungen, Erwartungen, Forderungen und Zielstellungen zusammengefasst. Ein fraktionsübergreifender Beschluss der Stadtvertreter hatte den Weg zu dieser Konferenz frei gemacht.

Fabian Vogel war Moderator dieser 1. Bildungskonferenz, von den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung und Soziales und der Verwaltung der Stadt Ludwigslust vorbereitet. Mit dabei waren Elternvertreter, Pädagogen, Stadtvertreter und Kreistagsmitglieder, kompetente Ansprechpartner vom Landkreis und aus dem Bildungsministerium MV. „Und da ist eine Fülle von Karten zusammengekommen, alles wird aufgeschrieben und an die Teilnehmer der Bildungskonferenz weitergeleitet“, so Fabian Vogel, der Geschäftsführer des Zebef. Anforderungen an die Politik, Standards des Bildungskonzepts, Ausstattung der Schulen, Inklusion im Bereich der Grundschulen, Personal und Schülerbeförderung, freie Schulen und Förderschulen, die Situation in der Fritz-Reuter-Grundschule und in der Techentiner Grundschule, Finanzen, Kommunikation und Zusammenarbeit, Familienleben, Mitarbeit der Eltern waren nur einige Stichworte. Ebenso Kinder in den Fokus nehmen, die Medienkompetenz erhöhen - all das und vieles mehr haben die mehr als 50 Konferenzteilnehmer in den fünf Arbeitsgruppen am vergangenen Sonnabend in mehr als sechs Stunden zusammengetragen. „Diese Bildungskonferenz war ein Auftakt“, so Gerd Laudon, stellvertretender Vorsitzender des Bildungsausschusses der Stadtvertretung und Mitglied des Bildungsausschuss des Kreistages. „Wir haben nicht die Erwartung gehabt, dass wir nach Hause gehen und sagen, alle Probleme sind gelöst. Zusammengekommen ist da eine ganze Menge. Ein besonderer Schwerpunkt ist das Hort-Projekt für die Fritz-Reuter-Schule. Es geht auch darum, Gleichheit in allen Schulen zu schaffen, gleiche Lernbedingungen zu gewährleisten. Und zu überdenken wäre auch die Idee der Eigenbudgetierung der Schulen, wie ich es aus meiner über zwanzigjährigen Zeit als Schulleiter vom Landkreis her kenne. Die Schulen können dann selbst entscheiden, was sie an Projekten und Vorhaben finanzieren können. Wir werden gute Ideen haben und sie an die Verwaltung geben und Herr Mach wird sie bezahlen“, schmunzelte Gerd Laudon.

„Ich bin ganz euphorisch, ich freue mich, dass heute auch so viele Eltern hier sind, um sich mit Lehrern und Erziehern zu unterhalten“, antwortete Bürgermeister Reinhard Mach. „Und wir brauchen die Fördermittel für die Schulsanierung“, sagt der Bürgermeister bezogen auf das Hortprojekt an der Reuter-Schule. Was die Lenné-Schule betreffe, wo es um das Atrium geht, liege ein entsprechender Förderantrag beim Landesförderinstitut vor, ergänzte der Bürgermeister.


Wichtig ist der Einsatz aller Partner


Das meiste, was auf den Karten stehe, so Mach, sei aber nicht vom Geld abhängig, sondern vom Einsatz, von der Anteilnahme aller Beteiligten, in Sachen Bildung und Erziehung etwas zu bewegen, voranzukommen. „Wir müssen Prioritäten setzen, in welcher Reihenfolge wir etwas abarbeiten.“ In den kommenden Jahren werde der Schwerpunkt der kommunalpolitischen Arbeit in der Bildung gesetzt, ergänzt der Bürgermeister. Und da gehe es auch darum, die räumlichen Bedingungen an der Grundschule in Techentin zu verbessern. Reinhard Mach wollte zudem nicht unerwähnt lassen, dass sich jeder auch einen Button besorgt, um damit sichtbar die Edith-Stein-Schule in ihrem Ringen um den Schulneubau zu unterstützen und das auch dem Erzbistum Hamburg deutlich zu machen. „Viele wichtige Dinge sind hier in der Runde zusammengetragen, die deutlich machen, wie es in den Städten aussieht und aus all denen sich Arbeitsaufträge ergeben. Und ich hoffe, dass es jetzt ganz schnell geht, dass Geld fließt. Auch wenn es kein Fördergeld gibt, würden wir den Hort gerne haben“, sagte Cornelia Schubring, die Schulleiterin der Fritz-Reuter-Grundschule. „Ich hoffe, dass wir bedacht werden und in die Auswahl kommen.“

Ebenso fügte die Techentiner Schulleiterin Simone Dahnke hinzu, ihre Schule nicht zu vergessen. Die Aussage der Schulleiterin ist klar: Eine Schule benötigt Rahmenbedingungen – mehr als nur vier Klassenräume. Der Schulträger ist gefordert, vornehmlich die Stadt Ludwigslust.

Fazit aller Beteiligten dieser 1. Bildungskonferenz: Es war ein gelungener Auftakt und eine Fortsetzung dieser Veranstaltung wäre durchaus denkbar und sinnvoll.

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