Friedrichsmoor : Eine große Feier für den Wald

Einer der Hingucker: Kunstschmied Henry Franck aus Neustadt-Glewe bei der Arbeit. Fotos: Uwe Köhnke
1 von 2
Einer der Hingucker: Kunstschmied Henry Franck aus Neustadt-Glewe bei der Arbeit. Fotos: Uwe Köhnke

Waldtag MV und Holzfest Friedrichsmoor zogen gestern tausende Besucher in die Lewitz an das historische Jagdschloss

von
06. September 2015, 21:00 Uhr

Motorsägengedröhn, Stimmengewirr, Schmiedehämmern, Düfte von Bratwurst und Schwein am Spieß – das war die Stimmung beim 7. Waldtag MV und 13. Holzfest in Friedrichsmoor.

Schätzungsweise 5000 Besucher wurden wieder erwartet. „Ein solcher Tag lebt vor allem von den Menschen, die ihn gestalten. Über 100 Aussteller, das ist schon eine kleine Messe, die hier durchgeführt wird. Danke allen, die diesen Tag wieder auf die Beine gestellt haben.“ Sven Blomeier, Vorstand der Landesforstanstalt, zeigte sich beeindruckt und begeistert von der Atmosphäre in Friedrichsmoor.

„Wir wollen den Wald feiern“, benannte Dr. Peter Sanftleben, Staatssekretär im Schweriner Landwirtschaftsministerium, das Motto des Tages. Den Wald als Stätte der Erholung und als Wirtschaftsraum. 2400 Betriebe im Land mit 14 000 Beschäftigten leben vom Wald. Die letzte Bundeswaldinventur von 2012 bescheinigt MV eine gute Entwicklung.

„Für Neustadt-Glewe bedeutet die Lewitz einen wunderbaren Rahmen. Wir pflegen enge Kooperation mit dem Forstamt.“ Doreen Radelow, gewählte Neustädter Bürgermeisterin, ist zwar noch nicht im Amt, trotzdem war sie gestern mit vor Ort – so wie in jedem Jahr. Sie war auch beim traditionellen Rundgang dabei, bei dem die offiziellen Gäste mit Ausstellern ins Gespräch kamen. Zum Beispiel mit Forstunternehmer Frank Arndt, der einen modernen Harvester erklärte. Oder mit Tischlermeister Nico Pillukat aus Mirow. Er fertigt zum Beispiel rustikale Sitzmöbel aus massiver Eiche und verwendet dafür Holz, was wirtschaftlich nicht verwertbar ist.

Einer der Höhepunkte: die Einweihung einer Skulptur auf dem 12 Kilometer langen Märchen- und Sagenpfad. „Mit freundlicher Unterstützung der Sparkassenstiftung Mecklenburg-Schwerin und in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Friedrichsmoor hat der Künstler Nando Kallweit eine abgestorbene Eiche als Installation zu dem Märchen .Das blaue Licht‘ umgestaltet. Dieses bekannte Märchen der Brüder Grimm gehört zu denen, die sie in Mecklenburg gesammelt haben“, erklärt Gottfried Holmüller vom Kulturverein Sagenland MV.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen