Ludwigslust : Ein weiterer Ort zum Verweilen

Wieder hervorgehoben: Das Bassin. Das Schilf am Uferbereich musste weichen, die Wasserlinie reicht jetzt wieder bis zur Rasenfläche.
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Wieder hervorgehoben: Das Bassin. Das Schilf am Uferbereich musste weichen, die Wasserlinie reicht jetzt wieder bis zur Rasenfläche.

Neue Wege und barrierefreier Zugang zum Denkmal: Neugestaltetes Areal „Am Bassin“ in Ludwigslust wurde jetzt übergeben

svz.de von
16. Mai 2018, 21:00 Uhr

Zwischen Schloss Ludwigslust und Stadtkirche hat sich einiges getan: Das Areal „Am Bassin“ wurde saniert. Für Neu-Ludwigsluster kaum zu erkennen, aber für Einheimische und Ludwigslust-Kenner wurde hier vieles verändert. Angefangen bei der größten Veränderung: Den Bäumen. Insgesamt mussten an der historischen Sichtachse zwischen Kirche und Schloss 75 Bäume weichen, 176 neue Linden wurden gepflanzt. Der Weg dorthin war uneben, aber machbar. Mit einem Konsens, auf den Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach bei der Übergabe des Bassins sichtlich stolz ist. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses wunderbare Areal in Zusammenarbeit vieler erschließen konnten.“

Seinen Anfang nahm die Diskussion im Dezember 2014 – während einer Informationsveranstaltung. Damals warb Reinhard Mach um die Neugestaltung des Bassins. Gespräche mit der Unteren und oberen Denkmalschutzbehörde, mit Stadtpolitikern, mit Naturschützern... wurden geführt. Eines war dem Bürgermeister dabei unendlich wichtig – Transparenz. „Wir haben im Vorfeld der Baumfällaktion umfangreich informiert – auch über die Medien.“ Baumgutachten wurden erstellt. Erst als das gemeinsame Konzept für das Areal am Bassin stand, wurde die Säge angesetzt.

Von Anfang an mit im Boot war auch der Verein der Mahn- und Gedenkstätten. Schließlich wurden auf dem südlichen Teil des Areals „Am Bassin“ 200 Opfer des KZ Wöbbelin beigesetzt. „Ich freue mich sehr, dass wir jetzt von der Kirche zum Denkmal einen barrierefreien Zugang haben“, sagt Ramona Ramsenthaler. Viele internationalen Gästen, wie aus den USA oder den Niederlanden, so erzählt die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin, seien von diesem Ensemble überaus begeistert gewesen. Damit es aber „Am Bassin“ auch in Zukunft so bleibe, müssen sich alle an eines halten: Die Rasenflächen sind nicht zum Befahren mit dem Rad und nicht zum Rüberlatschen da. „Dafür gibt es Wege“, so Reinhard Mach. Neue sind sogar dazu gekommen. „Wir wollen, dass der Rasen Rasen bleibt“, setzt der Bürgermeister noch einen drauf. Das wünscht sich auch Sabine Pauligk, Sachbearbeiterin Denkmalschutz bei der Unteren Denkmalschutzbehörde. Schließlich sei es schon vorgekommen. Der Rollrasen im Bereich der Gedenkstätte lag kaum, da sind die ersten Radler drübergefahren: „Wir von der Unteren Denkmalschutzbehörde sind ja oftmals eine fordernde Behörde. Doch ich finde, dass uns dieses Projekt hier gemeinsam außerordentlich gut gelungen ist“, sagt Sabine Pauligk.

Jetzt fehle nur noch eines – die Neugestaltung des Kirchenplatzes. Und die möglichst noch vor dem Stadtkirchenjubiläum, das in gut zwei Jahren stattfinden wird.

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