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Ludwigsluster Tageblatt

16. Dezember 2017 | 14:07 Uhr

Ludwigslust : Ein Tusch für den Geburtstags-Zug

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigsluster Fanfarenzug wird dieses Jahr 60 Jahre alt

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 06:56 Uhr

2016 war ihr Jahr: Erstmals hatten sich die Musiker vom Ludwigsluster Fanfarenzug bei den Offenen Meisterschaften der Naturton-Fanfarenzüge in Neustrelitz für die Weltmeisterschaften in den USA qualifiziert. „Es war der größte Erfolg in unserer Vereinsgeschichte“, sagt Uwe Heinsohn. Der 55-Jährige spielt im Ludwigsluster Fanfarenzug seit er neun Jahre alt ist. Niemand ist länger dabei als er. „Der Fanfarenzug ist das beste, was mir passieren konnte“, sagt er. Als Maurer sei er die ganze Woche in Hamburg auf Trab. „Da freut man sich, wenn man am Ende der Woche diesen Ausgleich hat und mit den anderen musizieren kann.“

Immer freitags treffen sich die Fanfarenzugspieler abends in der Turnhalle der Fritz-Reuter-Schule in Ludwigslust. Erst üben jeweils Trommler, Tom-Tom-Spieler und die Fanfarenbläser getrennt in Registerproben, danach treffen sich alle zum Marschieren in der Turnhalle. „Dann beginnt die hohe Kunst. Denn jetzt kommt es nicht nur auf die Musik an, sondern auch auf das Zusammenspiel der Füße. Auf die Ausstrahlung jedes einzelnen. Auf Kondition und Konzentration“, sagt Uwe Heinsohn. Für ihre Drei-Minuten-Show bei den Meisterschaften in Neustrelitz haben die Ludwigsluster ein ganzes Jahr hart trainiert. Dass es am Ende so gut laufen wird, hatte keiner von ihnen erwartet. Zur WM ins kalifornische Palm Springs fliegen werden sie dennoch nicht. „Das überschreitet unsere finanziellen Möglichkeiten“, sagt Heinsohn. Dafür haben die Musiker andere große Pläne. Ihr Fanfarenzug feiert dieses Jahr den 60. Geburtstag. „Wir verzichten deshalb auf Wettkämpfe und bereiten lieber ein großes Treffen mit Freunden vor“, so Heinsohn.

In Neustadt-Glewe auf dem Zeltplatz werden im Juli befreundete Fanfarenzügen aus ganz Deutschland mit den Ludwigslustern feiern. Bis zu 150 Musiker werden erwartet. Sie alle spielen gemeinsam Konzerte in Neustadt-Glewe und auch in Ludwigslust. Heinsohn: „Erfolge sind schön und gut. Unser Ehrgeiz ist auch groß. Aber am Ende zählt Teamgeist und die Freundschaften.“

Deshalb spielt auch Melanie Wiedemann mit. Die Schülerin ist mit dem Wechsel aufs Gymnasium aus dem Fanfarenzug ausgetreten. Es hat kein halbes Jahr gedauert, da kam sie wieder zur Probe. „Mir hat viel gefehlt. Die Leute, die Musik, der Spaß bei den Proben“, sagt sie. Mitmachen kann übrigens jeder. Man muss weder Noten können, noch ein Instrument spielen. „Die meisten von uns haben das hier gelernt“, so Uwe Heinsohn. Der Leiter des Fanfarenzugs freut sich über jeden Neuzugang. „Wir brauchen immer Verstärkung“, sagt er. „Also nicht zögern, sondern einfach vorbeischauen.“ Geprobt wird freitags ab 17 Uhr. Diese Woche schon geht es wieder los.

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