Ludwigslust : Ein Traumhaus in der Heimat

Dieses Haus in Techentin haben die Wahl-Hamburger gekauft.
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Dieses Haus in Techentin haben die Wahl-Hamburger gekauft.

Nils Rügheimer und Paula Wagner sind mit 27 Jahren stolze Hausbesitzer. Zukünftig wollen sie Wohnen und Arbeit hier verbinden.

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23. Dezember 2017, 07:00 Uhr

Die Idee kam bei einem Glas Wein, an einem gemütlichen Abend bei Freunden im Sommer vergangenen Jahres. „Wir haben aus Spaß im Internet nach Baugrundstücken in unserer Heimat geschaut“, erinnert sich Nils Rügheimer, der in Techentin aufgewachsen ist. Stattdessen fanden er und Freundin Paula Wagner, die aus Jasnitz stammt, ein über 100 Jahre altes Bauernhaus in der Eichenallee in Techentin und waren sofort begeistert. Heute sind die beiden 27-Jährigen, die aktuell noch in Hamburg leben, stolze Hausbesitzer und mitten im Umbau des denkmalgeschützten Hauses.

Im April dieses Jahres bekam das Paar endlich die Baugenehmigung für ihr Haus, seitdem verbringen sie jedes Wochenende auf der Baustelle. Mit Blick auf die Finanzierung war schnell klar, dass sie hier viel Eigenleistung erbringen müssen. „Und das mit zwei linken Händen, zumindest was das Handwerkliche betrifft“, erklärt Nils Rügheimer, der seit vier Jahren selbstständig als Osteopath und Physiotherapeut in Hamburg tätig ist. Zunächst einmal musste der ganze Schutt und Müll aus dem Haus geräumt werden, das allein waren schon 30 Tonnen. „Doch der Grundriss des Hauses ist geblieben. Das war Vorgabe des Denkmalschutzes, und das war auch unser Wunsch, damit der Charme dieses Hauses erhalten bleibt“, erklärt Paula Wagner, die seit Frühling dieses Jahres als Vereinsberaterin beim Kreissportbund Ludwigslust-Parchim tätig ist und nebenbei Personal- Training-Stunden gibt. Auch der Küchenboden und ein alter Ofen konnten erhalten werden, die rustikale Haustür befindet sich gerade in der Aufarbeitung, und im Obergeschoss bestimmen alte Dachbalken das Bild.

Dass sie nicht für immer in einer Großstadt wie Hamburg leben wollen, stand für das Paar schon lange fest. „Und da ist Techentin einfach perfekt, es hat dörflichen Charakter und liegt trotzdem zentral“, so Nils Rügheimer. In dem Haus aus dem Jahr 1907 wollen sie außerdem zukünftig Wohnen und Arbeiten verbinden. Im Untergeschoss entstehen gerade mehrere Behandlungs- und Sporträume für beide.

Doch ohne die Hilfe ihrer Familien und Freunde wäre das Paar heute noch lange nicht soweit. „Unsere Eltern unterstützen uns sehr. Mein Vater ist eigentlich jeden Tag auf der Baustelle, obwohl er auch noch seinen eigenen Betrieb hat“, erklärt Nils Rügheimer. Aufgeben war für das Paar nie ein Thema, auch wenn es schon viele harte und vor allem lange Tage gab. „Wir waren beide Leistungssportler, aufgeben ist also nicht“, so Paula Wagner. Selbst wenn bei dem Paar mal kurz Zweifel aufkamen, hat man sich gemeinsam wieder aufgerafft und weiter gestrichen, geschleppt oder gestemmt. „Mittlerweile sind unsere handwerklichen Fähigkeiten auch schon ganz beachtlich“, erklärt Nils Rügheimer.

Seit vergangener Woche gibt es im Haus auch Elektrizität und Heizung, außerdem geht der Trockenbau voran, und die Böden sind für den Belag vorbereitet. Der Einzug in den 200 Quadratmeter großen Wohnbereich ist für Frühling kommenden Jahres geplant, die Praxisräume sollen dann im Sommer fertig sein.

Der Traum, schon in diesem Jahr Weihnachten im eigenen Haus zu verbringen, hat sich zwar nicht erfüllt. „Das war vielleicht auch etwas zu optimistisch gedacht“, erklärt Nils Rügheimer. Stattdessen wird am 2. Weihnachtstag aber wieder eine Glühweinparty mit Familie und Freunden im Haus stattfinden, wie bereits im vergangenen Jahr. „Und wer weiß, vielleicht wird daraus ja eine schöne Tradition“, so Paula Wagner.

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