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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 15:02 Uhr

Wöbbelin : Ein Stück Geschichte auf Papier

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Für neue Ausstellung „Im Wandel der Zeit“ tragen Philatelisten historische Postkarten und Briefmarken zu Theodor Körner zusammen

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2016 | 07:00 Uhr

Eine Postkarte von Hermann  Dassow an seine Eltern  ist  das älteste Ausstellungsstück   der aktuellen Schau im Theodor-Körner-Museum. In Sütterlinschrift  bedankt sich  darauf der Sohn für den Brief  der Eltern und berichtet über  seinen Aufenthalt  in Wöbbelin -  dem Ort, in dem  der berühmte Theodor Körner unter einer alten Doppel-Eiche begraben liegt. Die Karte anno 1896 stammt  aus dem Archiv des Museums. „Wir haben über die Jahre viele Karten  zu Körner zusammengetragen“, so Ramona Ramsenthaler auf der Ausstellungseröffnung. Mit Hilfe des Hamburger Philatelievereins VPS (Verein für Postwertzeichensammler) 1894 e.V. sei es nun endlich  gelungen, das Material zeitlich und thematisch einzuordnen.

Daniel Piasecki, 1. Vorsitzender des Vereins, hatte großen Anteil daran. „Wir stellen hier Motive gegenüber, die zeigen, wie unterschiedlich man in der Geschichte mit Theodor Körner umgegangen ist.“ So dienten lange nach Körners Tod Karten-Motive vom „Heldentod fürs Vaterland“ im Deutschen Reich als reine Propaganda.

 In der DDR war das Konterfei Körners  auf einer 20-Pfennig-Mitgliedsmarke der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF) abgedruckt worden. Zur Würdigung der deutsch- sowjetischen Waffenbrüderschaft. „Wie man in der Schau sieht, hat sich die Darstellung Körners je nach Epoche verändert“, so  Piasecki. So sei Körner während des ersten Weltkrieges oft viel älter und mit einem Ehering an der Hand dargestellt worden. „Ein junger Bursche von 21 Jahren passte da einfach nicht ins Bild.“

Mit der Auswahl der  Motive zeigt  Daniel Piasecki auch die Lebensstationen Körners. Von seinem Geburtshaus, dem Elternhaus bis zur Aufbahrung des gefallenen Körners in einem Wöbbeliner  Bauernhaus gleich  gegenüber des heutigen  Museums.

Auch  Philatelist Eberhardt Partzsch aus Neustadt-Glewe hatte  die Schau mit vorbereitet. Mit so genannten Ersttagsbriefen zum Erscheinen einer neuen Körner-Briefmarke.  „Briefmarken sind   kleine Stücke aus Papier, die viel aussagen  zu Person und Zeitgeschehen“, sagt  Eberhardt Partzsch. Die neue Körner-Ausstellung sei   ein  schönes Beispiel dafür.

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