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Industriegebiet Stüdekoppel : Ein Signal an der neuen A 14

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Aus der Onlineredaktion

Im Industriegebiet „Stüdekoppel“ entsteht ein neues Logistik-Zentrum für Outdoor-Ausrüstung. Grundsteinlegung ist am Dienstag

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erstellt am 23.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Für Abenteurer und Outdoor-Fans ist der Name „Globetrotter“ ein Begriff. Jetzt kommt er auch nach Ludwigslust. Die Fenix Outdoor Logistics GmbH, die zur selben Unternehmensgruppe wie der bekannte Outdoor-Händler gehört, errichtet in Ludwigslust ein neues Logistik-Zentrum. Darüber informierte das Schweriner Wirtschaftsministerium gestern. Die Betriebsstätte wird nur einen Steinwurf von der Autobahnabfahrt Grabow der neuen A 14 entfernt sein.

Wirtschaftsminister Harry Glawe wird am Dienstag den Grundstein für das Logistik-Zentrum setzen. „Mit der Neuansiedlung der Fenix Outdoor Logistics GmbH wird das Industriegebiet Stüdekoppel weiter deutlich aufgewertet. Das bringt die Region wirtschaftlich weiter voran“, so Glawe im Vorfeld. 66 neue Arbeitsplätze sollen durch die Ansiedlung im Industriegebiet Stüdekoppel (an der B 191 Richtung Dömitz) entstehen.

Für Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach ist es die wichtigste Ansiedlung seit Mitte/Ende der 1990-Jahre. „Es kommt da ja nicht irgendwer, sondern ein großes namhaftes Unternehmen“, so Mach. „Wir hoffen, dass das Signalwirkung hat.“ Das Beispiel Wittenburg und Dr. Oetker zeige, dass ein großes Unternehmen, das vor einer solchen Ansiedlung aufwendige Standortanalysen mache, häufig mittelständische Unternehmen nachziehe.

Das Industriegebiet Stüdekoppel, das sich auf einer früheren Militärfläche befindet, gibt es – zumindest auf dem Papier eines Bebauungsplanes – schon seit 2007. Bislang stehen dort aber nur eine thermische Abfallverwertungsanlage und ein Asphaltmischwerk. Lange habe die Stadt um Fördermittel für die Erschließung des Areals kämpfen müssen, so Reinhard Mach. Vor zwei Jahren waren diese bewilligt worden, so dass die Arbeiten beginnen konnten. Rund 2,6 Millionen Euro hat die Stadt investiert, konnte dabei aber auf 2,3 Millionen Euro Fördermittel zurückgreifen.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wifög des Landkreises hatte nach Aussage von Geschäftsführerin Berit Steinberg vor rund zehn Monaten erstmals Kontakt zu „Fenix“. „Das Unternehmen suchte ein Grundstück in der Nähe von Hamburg und nahe der Autobahn“, so Berit Steinberg. „Daraufhin haben wir mehrere Standorte im Landkreis angeboten.“ Letztlich habe sich Ludwigslust gegen einen Mitbewerber aus einem anderen Bundesland durchsetzen müssen. „Wir freuen uns, dass sich ein so namhaftes Unternehmen hier ansiedelt“, betont die Wifög-Geschäftsführerin. „Das ist auch ein wichtiger Startschuss für die Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes ,REK A14’ der Städte Grabow, Neustadt-Glewe und Ludwigslust sowie mehrerer Gemeinden, das die Vermarktung der Gewerbegebiete einschließt.“

Die Fenix Outdoor International AG ist eine Schweizer Gesellschaft. Im Einzelhandelsbereich gehört neben Naturkompaniet (Schweden) und Partioaitta (Finnland) auch Globetrotter Ausrüstung (Deutschland) dazu.

Ludwigslusts Bürgermeister denkt derweil weiter. „Wir führen Gespräche mit Landesregierung und Bund über die Fläche zwischen Industriegebiet und B 5, die dem Bund gehört und seit 25 Jahren brachliegt“, so Reinhard Mach. „Es geht darum, wie wir sie für einen vernünftigen Zweck erschließen können.“ Vernünftig könne bei dieser strategisch günstigen Lage wohl nur eine wirtschaftliche Nutzung sein.

 


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