zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 10:40 Uhr

Dömitz : Ein Sieg für den Elberadweg

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mehr als 1200 Mitstreiter beim Weltrekordversuch für die längste fahrende Radlerkette / Teilnehmerzahl hätte gereicht

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 22:30 Uhr

Wahnsinn! Mehr als 1200 Radfahrer machten sich gestern Nachmittag von Dömitz aus auf den Weg nach Landsatz (Gemeinde Damnatz). Sie waren von diesseits und jenseits der Elbe angereist, um gemeinsam den Weltrekord für die „längste fahrende Radlerkette“ zu brechen und ins „Guinnessbuch der Rekorde“ zu kommen. Ein Sieger stand schon vor dem Startschuss fest: der Elberadweg selbst. Ihn nach der verkorksten Saison 2013 zu pushen, war ein Anliegen der Aktion. „Wir wollen positive Bilder vom Elberadweg in die Welt senden“, sagte Sandra Junge von der Elbtalaue-Wendland Touristik GmbH, die die Idee für den Weltrekordversuch hatte. „Noch heute rufen Menschen in unserer Touristinformation Hitzacker an und fragen, ob der Radweg nach dem Hochwasser schon wieder befahrbar ist.“

Martina und Dieter Kaune gehörten zu den letzten Radlern, die sich am Fuße der Dömitzer Festung noch schnell registrieren ließen. „Wir fahren viel Rad, und der Elberadweg gefällt uns sehr“, erklärte die Schwerinerin. „Dass so eine Aktion gemacht wird, finden wir toll.“ Nachdem sie von Sophie Riedel und Lena Schmidt, zwei Elftklässlerinnen des Dömitzer Schulzentrums, ihre Startnummern 522 und 440 erhalten hatten, reihten sie sich in den riesigen Pulk der Wartenden ein. Augenblicke später wurde die Registrierung schon abgeschlossen. Und dann konnte Sandra Junge verkünden, dass – laut manueller Zählung – 1225 Radler dabei sind. Das würde reichen, denn der alte Weltrekord, den kalifornische Studenten halten, liegt bei 916 Startern. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele werden“, sagte die Organisatorin.

Doch der schwierigste Teil der Mission stand den Weltrekordjägern noch bevor. Mindestens 917 Radfahrer müssen zu einer Kette formiert mindestens 3,2 Kilometer weit fahren und dabei zum Vordermann nicht mehr als drei Fahrradlängen Abstand haben. Videokameras, Streckenposten und eine Notarin sollten dafür sorgen, gegenüber der Guinness-Redaktion nachweisen zu können, dass die Mecklenburger, Niedersachsen und ihre Gäste tatsächlich den Weltrekord gebrochen haben.

„Wir hatten keine Schwierigkeiten. Die Abstände waren nicht zu groß“, sagte Winfried Laws nach der Ankunft in Landsatz. Er war mit seiner Frau Doris und den anderen Mitgliedern des Fahrradclubs Conow im Pulk dabei. Anschließend sollte es wieder zurückgehen – und zwar nicht nur bis nach Dömitz, sondern die gut 20 Kilometer bis nach Hause. „Jetzt hoffen wir, dass es mit dem Rekord geklappt hat.“

Doch offenbar lief es nicht überall im Feld nach Plan. Dabei hatten die Organisatoren schon einen Sicherheitspuffer eingebaut, indem sie einen Abstand von maximal zwei Metern forderten. „Die Kette ist leider gerissen, manche Abstände waren doch ein bisschen zu groß“, verkündete Sandra Junge die Einschätzung der Notarin noch gestern Nachmittag. Man werde die Unterlagen deshalb gar nicht zur Prüfung einreichen. „Aber wir versuchen es im nächsten Jahr wieder. Dann vielleicht auf einem anderen Abschnitt.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen