Ludwigslust : Ein Schmuckstück für die Stadt

Die Böschung fällt flach ab, so dass Besucher bis an das Wasser herankommen. Fotos: andreas münchow / archiv
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Die Böschung fällt flach ab, so dass Besucher bis an das Wasser herankommen. Fotos: Andreas Münchow / Archiv

Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach übergab offiziell das nach historischem Vorbild wiederhergestellte Bassin-Gelände

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17. Dezember 2017, 21:00 Uhr

60 Fackelträger sollten eigentlich einen Feuerkreis rund um das Wasserbecken bilden. Das klappte zwar nicht so ganz, doch der guten Stimmung tat das keinen Abbruch.

Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach übergab der Öffentlichkeit am Sonnabendnachmittag offiziell das wiederhergestellte Bassin-Gelände. Hunderte Ludwigsluster und Gäste der Stadt wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Unter ihnen waren auch zahlreiche Besucher des Gospelkonzerts zuvor in der nahe gelegenen Stadtkirche.

Bürgermeister Mach, selbst zuvor in der Stadtkirche, betonte, dass das Areal am Bassin-Gelände nach historischem Vorbild gestaltet wurde. „Es wurden 177 Bäume gepflanzt, rund 2500 Quadratmeter Pflaster verlegt und etwa 2500 Quadratmeter Rasen verlegt, davon 2000 Quadratmeter Rollrasen“, sagte der Bürgermeister.

Besonders auffällig im Gegensatz zu früher: Eine flach abfallende Böschung bildet das Ufer des Bassins. Spaziergänger können so bis unmittelbar an das Wasser gelangen. „Ich bin total beeindruckt und finde es einfach nur richtig schön. Die neue Anlage ist wirklich sehenswert“, meinte der bekannte Publizist und Vorsitzende der Gillhoff-Gesellschaft, Hartmut Brun, aus Polz. Therese Holm aus Ludwigslust findet: „Das ist wirklich ein Schmuckstück geworden.“ Und Inge Gehrmann aus Hamburg sagte: „Ich war vor ein paar Jahren zuletzt in Ludwigslust. Die Anlage ist ja überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen. Damals war hier überall Kraut im und am Wasser.“

Und mancher nutzte einst das Becken offenbar auch als illegalen Müllabladeplatz: Im Frühjahr 2014 entdeckte ein Polizeitaucher im Wasser zwischen Kraut und Schlamm ein im Becken entsorgtes Fahrrad. Eigentlich waren die Taucher damals auf der Suche nach einem Beweisstück in einem Kriminalfall.

Die Umgestaltungsarbeiten „Am Bassin“ kosteten insgesamt rund 2,293 Millionen Euro, waren eine Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt mit dem Abwasserzweckverband Fahlenkamp und den Stadtwerken Ludwigslust- Grabow.

Bürgermeister Reinhard Mach gab dann fast nebenbei noch bekannt, dass man hinsichtlich einer Lösung für das Prinzenpalais ganz dicht vor einer Entscheidung sei. „Noch im ersten Quartal kommenden Jahres wissen wir, wie es weiter geht“, kündigte Mach an.

Das Prinzenpalais – richtiger die übrig gebliebene Ruine – ist seit Jahren ein Sorgenkind der Stadt Ludwigslust (SVZ berichtete).

Vom Bassin gingen dann am Samstagabend zahlreiche Besucher hinüber zur „Ludwigsluster Schlossweihnacht“. Der kleine Weihnachtsmarkt im und am Schloss lud am Sonnabend und am Sonntag in barocker Art „wie bei Hofe“ ein. Traditionell empfingen Mitglieder des Fördervereins Schloss Ludwigslust hier in barocken Gewändern die Besucher.

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