Ludwigslust : Ein Sanddornbier von hier

Den Förderbescheid für die Braumanufaktur gab es gestern für die beiden Gründer Raimo Reincke (li.) und Steffen Janka.  Fotos: kahe
Den Förderbescheid für die Braumanufaktur gab es gestern für die beiden Gründer Raimo Reincke (li.) und Steffen Janka. Fotos: kahe

SanddornLust e.V. und Braumanufaktur profitieren von Leader-Förderung: An der Orangerie entsteht ein Erlebnisraum für regionale Produkte

svz.de von
10. Mai 2017, 21:00 Uhr

Sie wollen Ludwigslust noch bekannter machen und bekommen dafür Unterstützung  aus  Europa.   Der Förderverein SanddornLust e.V. und die Braumanufaktur Ludwigslust profitieren vom Leader-Programm und erhalten gemeinsam mehr  als 200000 Euro  aus dem Fördertopf.   Das Geld hilft den  beiden Unternehmern Raimo Reincke und Steffen Janka  in der Startphase ihrer neu gegründeten Braumanufaktur. Der Verein SanddornLust kann dank der Förderung den Zugang zum  frisch sanierten Apfelkeller barrierefrei gestalten und seine Idee  für den Sanddorn-Erlebnisraum umsetzen. „Dass in unserer Stadt  Sanddorn angebaut wird, ist ja inzwischen  überregional bekannt“, sagt Folker Roggensack vom  „SanddornLust“ e.V.. „Aber wer weiß schon, dass Ludwigslust das größte Bio-Sanddornanbaugebiet Deutschlands ist? Dass hier quasi   der Ursprung   vom  Sanddornanbau in Deutschland liegt? Und dass hier sogar nach  Demeter-Richtlinien gearbeitet wird?“

Der neue Erlebnisraum im Apfelkeller gleich neben Orangerie und Braumanufaktur soll nicht nur darüber informieren.  Er ist auch Ausgangspunkt und Ziel von Genuss-Touren und Führungen durch die Sanddornplantagen.  Eröffnet wird die  Dauerausstellung mit dem  Titel „Sanddornwiege“  voraussichtlich nächstes Jahr zu Ostern.

Die Gründer   der Braumanufaktur Ludwigslust sind mehr als glücklich mit ihrem Standort direkt neben   Orangerie, Apfelkeller und der  Storchennest GmbH. „Wir versprechen uns viele Synergieeffekte“, sagt Raimo Reincke. Erst gestern habe er den ersten Kunden für ein Ludwigsluster Sanddornbier gewonnen. „Und wer weiß, vielleicht bauen wir gleich neben dem Sanddorn bald eigenen Hopfen an.“

Geplant sind zudem gemeinsame  Kulturveranstaltungen in der Orangerie und die Wiederbelebung des herzoglichen Küchengartens vor dem Apfelkeller.

Für  Ingrid Herrmann, Regionalmanagerin  bei  Leader im Landkreis, sind die beiden Ludwigsluster Projekte  Paradebeispiel für eine gelungene Förderung. „Es reicht einfach nicht, mit dem Finger zu schnipsen und eine Idee zu haben“, sagte sie gestern. „Man braucht einen langen Atem, viel Geduld und ganz viel Enthusiasmus. Wenn wir persönliches Engagement wie das dieser Ludwigsluster  unterstützen, dann haben am Ende alle einen großen Nutzen davon.“

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