Friedrichsmoor : Ein Plausch zwischen den Töpfen

Hier gab es für fast jeden Topf ein Deckelchen: Der Stand von Töpferin Elke Heihs hatte viel Praktisches für den Alltag.
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Hier gab es für fast jeden Topf ein Deckelchen: Der Stand von Töpferin Elke Heihs hatte viel Praktisches für den Alltag.

Töpfermarkt in Friedrichsmoor lockt Tausende

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07. Mai 2017, 21:00 Uhr

Für Freunde von getöpferten Unikaten war der Markt in Friedrichsmoor ein wahres Paradies. „Es ist alles so schön, da könnte man nur kaufen, kaufen, kaufen“, sagt Marlies Hempel aus der Nähe von Hamburg. Sie hatte die Ankündigung für den Töpfermarkt im Internet gelesen und sich auf den Weg gemacht. „Ich habe es nicht bereut“, schiebt sie hinterher und greift zu einer kleinen Petroleumlampe. Der Fuß ist getöpfert. Seit drei Jahren hat die Töpferei Thomas Thunig aus Schmölln diese im Angebot.

Auch Susanne Fellerth aus Berlin hat Gefallen an den Lampen gefunden. „Ich nehme eine mit. Das ist praktisch, denn man hat ein schönes Licht wie bei Kerzen, aber nicht den Ärger mit kleckerndem Wachs“, erklärt sie und entscheidet sich am Ende für ein Modell in einem warmen goldbraunen Ton.

Auch an den anderen Ständen der mehr als 40 Keramiker und Töpfer habe sie schon viele schöne Dinge entdeckt. „Es ist für jeden Geschmack etwas dabei“, versichert die junge Berlinerin. Dass das Konzept aufgeht, sah man bereits mehrere Kilometer vor dem Schloss. Denn weit vor dem Ortseingang hatten bereits zahlreiche Besucher parkend die Straßenränder gesäumt.

Es dürften wohl mehr als Tausend Gäste aus Nah und Fern den Töpfermarkt Sonnabend und Sonntag besucht haben. Zu ihnen zählte auch Jana Ruhnau. Die junge Mecklenburgerin war das erste Mal zum Töpfermarkt in Friedrichsmoor und überrascht, dass es neben vielen getöpferten Sachen für den Alltag auch reichlich Dekoration für die Wand wie den Garten gab. „Ich brauche eigentlich nichts praktisches, aber ein schöner Spruch für die Wand darf dann doch mit nach Hause“, erklärt sie und verstaute die gut verpackte Keramikplatte in der Handtasche.

Am Stand von Stephanie Scheler gibt es zahlreiche erstaunte Blicke. Denn zwischen ihrer „leichten Keramik“ in zarten Pastelltönen stehen auch große „Windrad-Becher“. Die Trinkgefäße mit Windradmotiv und Aufschrift wurden zwar mehr bewundert als gekauft. „Das macht aber nichts, ich bin dennoch mit dem Umsatz sehr zufrieden“, erklärt sie bereits am Sonnabend. Und nebenbei genieße sie das „wundervolle Markttreiben“.

Denn neben verschiedener Keramik und getöpferten Sachen gab es auch Musik und zahlreiche Gaumenfreuden aus der Region. „Für einen Töpfermarkt ist das Angebot schon gewaltig“, versicherten Riedels, die sich erstmalig aus Rehna auf den nicht ganz so kurzen Weg nach Friedrichsmoor gemacht hatten.

Markt war zugeparkt

Der Töpfermarkt rief gestern auch die Polizei auf den Plan. Wie am Abend aus dem Polizeihauptrevier Ludwigslust  zu erfahren war, wurden die Beamten nach Friedrichsmoor gerufen, weil zahlreiche Autos so geparkt waren, dass Fahrzeuge kaum noch auf den Straßen durchkamen. Die Polizei kritisierte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt Neustadt-Glewe es offenbar versäumt hat, angesichts des zu erwartenden Andrangs genügend Parkmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Offenbar habe es dann auch keine entsprechenden Kontrollen gegeben. Zusätzlich beansprucht waren die Polizisten später durch eine Vermisstenmeldung. Ein an Demenz erkrankter älterer Mann war plötzlich verschwunden, konnte zum Glück aber auf dem Marktgelände wohlbehalten aufgefunden werden. muen
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