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Ludwigslust : Ein (nicht ganz) neues Gesicht im Zebef

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Der Techentiner Benjamin Schwarz ist für die Jugendkultur zuständig.

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2017 | 07:00 Uhr

KinderKulturKarawane, Wanderausstellungen, Graffiti-Workshops, Ferienlager und Jugendklub – Benjamin Schwarz hat in diesem Jahr viel vor. Der 29-jährige Techentiner ist der neue Sozialpädagoge im Zebef Ludwigslust und dort speziell für die Jugendkultur zuständig.

So neu ist Benjamin Schwarz im Jugendklub, wo ihn alle nur Ben nennen, gar nicht. Viele Kinder und Jugendliche kennen ihn schon lange. „Ich habe während meines Studiums hier regelmäßig als Praktikant oder Ehrenamtlicher gearbeitet und auch die Ferienspiele mit betreut.“

Nach dem Abitur 2007 hatte Benjamin Schwarz zunächst ein Studium der Bioprodukttechnologie in Neubrandenburg begonnen. „Ich habe das Studium abgebrochen, es war einfach nicht das Richtige für mich“, erklärt der Techentiner. Stattdessen wollte er lieber im sozialen Bereich arbeiten und vor allem etwas für seine Heimatstadt machen.

Zurück in Ludwigslust arbeitete er als Praktikant bei Olaf Schmidt, der bei der Stadt für Jugend und Familie zuständig ist. Die beiden kennen sich schon seit Jahren. Zu Schulzeiten war Benjamin Schwarz im Jugendrat der Stadt Ludwigslust aktiv, der von Olaf Schmidt begleitet wird. Nach dem Praktikum folgten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Kita „Johannes Gillhoff“ in Ludwigslust, danach eine Ausbildung zum Staatlich anerkannten Erzieher in Schwerin, die er 2013 abschloss. Vor Kurzem beendete er sein Studium der Sozialen Arbeit in Kassel mit der Bachelor-Arbeit. Den Kontakt zum Zebef hat er all die Zeit gehalten.

Seine umfangreichen Erfahrungen und die langjährige Ausbildung überzeugten auch Fabian Vogel, den Geschäftsführer des Zebef. „Die beste Bewerbung, die er einreichen konnte, waren seine praktischen Erfahrungen bei uns.“ Für Fabian Vogel, der 2012 die Leitung des Zebef übernommen hatte, ist es wichtig, junge Leute frühzeitig an das Mehrgenerationhaus Zebef und die Region zu binden, sie gut zu vernetzen. „Für unsere Gegend ist es gut, wenn die jungen Leute nicht gern hier weggehen möchten, aber umso lieber wieder herkommen wollen“, erklärt Fabian Vogel. Und das habe bei Benjamin Schwarz geklappt.

Seit Januar arbeitet der 29-Jährige nun als Sozialpädagoge im Zebef. Eine Stelle, die vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Zur praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Benjamin Schwarz seit 2012 kennt, kommen nun auch administrative Aufgaben hinzu. „Das ist natürlich neu für mich, aber so kann ich eigene Sachen planen, kreativ sein und vor allem jeden Tag etwas dazulernen.“ Derzeit organisiert er Wanderausstellungen, die regelmäßig im Zebef aushängen. Auch das Graffiti-Camp, das in den Sommerferien stattfindet, wird er durchführen. Kein Zufall. Die Kunst des Sprayens hat er sich während des Studiums in Kassel selbst beigebracht. Gemeinsam mit Kindern aus der Region gestaltete er auch die Bücherboxen, die an fünf Standorten in Ludwigslust stehen. Im Zebef sollen die Kinder nicht nur inhaltlich etwas lernen, sondern sich auch praktisch mit den Themen auseinandersetzen, betont Fabian Vogel. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass sie gemeinsam mit Benjamin Schwarz die Bilder der Wanderausstellungen aufhängen.

Bei all der Planung ist Benjamin Schwarz aber eines immer noch am wichtigsten. „Der Kontakt und Umgang mit den Kindern und Jugendlichen und dass jeder Tag eine neue Herausforderung bringt.“

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