Ludwigslust : Ein Naturraum für Jung und Alt

So sieht der Platz an der Helene-von-Bülow-Straße aktuell aus. Hier bietet das Zebef eine Fahrwiese für Mopeds und Motorräder an, außerdem lädt ein Bauspielplatz zum Handwerken ein.
So sieht der Platz an der Helene-von-Bülow-Straße aktuell aus. Hier bietet das Zebef eine Fahrwiese für Mopeds und Motorräder an, außerdem lädt ein Bauspielplatz zum Handwerken ein.

Ideen für geplanten Stadtteilspielplatz an der Helene-von-Bülow-Straße werden wieder vorangetrieben - Ingenieurin stellt erste Entwürfe vor

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03. Mai 2018, 12:00 Uhr

Die Entwürfe und Konzepte für den geplanten Stadtteilspielplatz an der Helene-von-Bülow-Straße werden weiter vorangetrieben. Nachdem das Projekt aufgrund der Bauarbeiten an der Lenné-Schule auf der Prioritätenliste nach hinten rücken musste, wurden Anfang des Jahres erneut Fördermittel für die Umsetzung beantragt (wir berichteten). Auf einer Sitzung des Jugendrates stellte Gartenbauingenieurin Andrea Spaethe nun erste Ideen und mögliche Konzepte vor.

Doch bevor die Ideen gefasst werden konnten, wurden unter anderem Kinder und Jugendliche aus dem Jugendrat und dem Zebef befragt. „Was stellen sie sich vor? Welche Zwecke und Wünsche soll der Stadtteilspielplatz erfüllen? Das sind ganz wichtige Fragen bei der Erarbeitung eines Konzeptes“, erklärt Olaf Schmidt, der bei der Stadtverwaltung im Bereich Bildung und Soziales tätig ist und außerdem den Jugendrat begleitet. Aktuell wird auf der Fläche die Kinder- und Jugendwerkstatt des Zebef betrieben. Hier können Kinder und Jugendliche auf einer Fahrwiese Moped und Motorrad fahren, auf einem Bauspielplatz ihr handwerkliches Können testen, in Musikräumen mit der eigenen Band proben und vieles mehr.

Doch die bestehenden Strukturen sollen dem neuen Stadtteilspielplatz in dem zukünftigen Wohngebiet nicht einfach weichen. „Viel mehr wollen wir versuchen, das Vorhandene einzubinden oder sogar zu erweitern“, erklärte Andrea Spaethe während der Sitzung. Die Gartenbauingenieurin aus Niendorf an der Rögnitz hat bereits Spielplätze und Gärten an der Grundschule Dömitz, der Montessori-Kita in Neustadt-Glewe und der Kita Sonnenkäfer in Wöbbelin geplant und umgesetzt. Und auch für Ludwigslust hat sie, auf Grundlage der Wünsche und Gegebenheiten, schon viele Ideen. „Die Fläche ist klasse, da kann man sich richtig austoben. Und mir ist es wichtig, nicht nur ein Spielgerät neben das nächste zu stellen. Viel eher möchte ich einen Naturraum mit den verschiedensten Möglichkeiten schaffen“, so Spaethe.

Zunächst einmal soll der Stadtteilspielplatz in einen öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich unterteilt werden. Weiterhin wünschten sich die Jugendlichen eine Fahrrad-Strecke, die mit Erde modelliert werden soll. „Das wäre natürlich toll für unsere BMX-Fahrer“, so Rita Güldenpenning von der Kinder- und Jugendwerkstatt. Auch der Bauspielplatz soll weiterhin bestehen, hinzu sollen ein Wasserspielplatz und eine öffentliche Feuerstelle kommen, sogenannte Räume der Kommunikation. Durch Sträucher und Gehölze, zum Beispiel Weißdorn oder Holunder, soll die direkte Einsicht auf den Platz verhindert werden. „Und dann sind natürlich verschiedene Sitzmöglichkeiten sehr wichtig, für Jung und Alt“, so Andrea Spaethe. Zu ihren Ideen gehören außerdem Schaukeln, ein großes Klettergerüst und ein Platzhaus als Treffpunkt für alle.

Wie Ulrike Ehrecke, Mitarbeiterin für Stadtentwicklung und -planung, auf SVZ-Anfrage mitteilte, bereitet die Verwaltung aktuell alle Unterlagen vor, damit das Thema Stadtteilspielplatz in den Ausschüssen und in der Stadtvertretung besprochen werden kann.

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