Neustadt-Glewe : Ein Markt für alle Sinne

Seit mehr als 50 Jahren Schmiedemeister: Henry Franck wieder einmal bei der BurgArt in Neustadt-Glewe.
Seit mehr als 50 Jahren Schmiedemeister: Henry Franck wieder einmal bei der BurgArt in Neustadt-Glewe.

Die BurgArt lockte wieder einmal zahlreiche Besucher und Aussteller nach Neustadt-Glewe

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08. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Der Hammer saust nieder und trifft auf das glühende Eisen. Geschwungen wird er von Henry Franck. Seit mehr als 50 Jahren Schmiedemeister. Und wieder einmal zu Besuch bei der BurgArt in Neustadt-Glewe. Ein Heimspiel für den Schmied. Die lauten Hammerschläge ziehen immer wieder mehrere Besucher an. Das mag der Neustädter, so kann er wenigsten noch ein bisschen über sein altes Handwerk plaudern. „Das eigentliche Schmiedehandwerk wie vor 80 bis 100 Jahren gibt es ja nicht mehr“, erzählt Henry Franck, während sein Eisen in der Glut schwitzt. „Eisen lässt sich am besten bei Temperaturen zwischen 800 bis 1000 Grad Celsius formen.“ Der Schmiedemeister wartet. Er schätzt das Eisen jetzt auf „kühle“ 600 Grad. Zum Verarbeiten einfach noch zu kalt.

Während das Eisen von Henry Franck noch gut 200 Grad Celsius braucht, um formbar zu werden, brauchen die Leckereien der Grabower Backstube nicht ganz so heiße Temperaturen. Laugenbrezel, Kuchen, Brote gehen über den Tresen. Doch auch französische Crêpes – mal süß, mal herzhaft – dürfen bei der BurgArt nicht fehlen. Wer es lieber würziger mag, ist am Käsestand genau richtig. Österreichische Spezialitäten gibt es. Ein würziger Bergkäse aus reiner Heumilch – übrigens das Zugpferd der Sennerei Hittisau im Bregenzerwald.

Die BurgArt in Neustadt-Glewe ist auch ein Markt der Sinne. Hier und da duften Leckereien. Diese Kreationen haben ebenfalls einen verführerischen Duft. Mal Zitrone, mal Orange und dann Lemongras... Die Bandbreite von Elke Kommicks Waren ist groß. Seifen, Kräuter- und Teemischungen, Sirup... „Im Herbst und zu Weihnachten bin ich gern hier auf den Märkten an der Burg“, erzählt Elke Kommick aus Godern bei Pinnow. Ihr Anfahrtsweg war nicht ganz so weit. Alle ihre Produkte bestehen aus 100 Prozent natürlichen Rohstoffen. Keine tierischen Produkte werden bei ihr verarbeitet. Darauf legt sie großen Wert. „Natürlichkeit und Design sind mir gleichermaßen wichtig“, sagt Elke Kommick.

Wo sonst Autos an der Burg Neustadt-Glewe parken, stehen jetzt Mädels, die aufgeregt auf ihren Auftritt warten. Die „Blievenstorfer Tanzkids“ präsentieren ihre Tänze. Auch Karen Tappe, bei der Stadt für die Organisation der Feste und Märkte zuständig, schaut gespannt zu. In den frühen Morgenstunden hatte sie noch Angst. Starkregen und Gewitter gingen über die Region nieder. Doch pünktlich zur BurgArt lächelte Klärchen wieder und ein blauer Himmel legte sich über Neustadt-Glewe.

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