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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 18:48 Uhr

Grabow : Ein Mann für jede Feier

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mit einem Abiball fing alles an: Seit 13 Jahren arbeitet Rocco Schmuhl für das Vergnügen anderer - und das neben seinem eigentlichen Job

von
erstellt am 03.Sep.2016 | 07:09 Uhr

Er war Lehrling im Hotel „Erbprinz“, dann Barkeeper im Harz, später Gastronom auf der MS „Herzogin Luise“. Heute ist Rocco Schmuhl bei der Ludwigsluster Apfelscheune für Vertrieb und Marketing zuständig und managt nebenbei an den Wochenenden seinen eigenen Veranstaltungsservice. Seit 13 Jahren organisiert der Grabower Abibälle, Hochzeitsfeste, Firmenfeiern, Silvesterpartys oder den Karneval in Techentin. Zeit für Privates bleibt da wenig. „Ich weiß, ich muss kürzer treten. Aber so lange es so viel Spaß macht, fällt mir das sehr schwer.“ In Grabow ist Schmuhl auch Pächter des Schützenhauses, das heute auf den Tag genau vor einem Jahr festlich eingeweiht wurde. Anlass für Redakteurin Katharina Hennes, dem Veranstaltungs-Manager die SVZ-Fragen zum Wochenende zu stellen.


Wenn Sie Bürgermeister von Grabow wären, was würden Sie ändern?
Unser Bürgermeister macht das schon ganz gut. Ganz spontan fällt mir da nur eines ein: das Lärmproblem wegen der durchrauschenden Züge. Ich würde mich also sehr dafür einsetzen, dass Grabow an den Gleisen eine Lärmschutzwand bekommt.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Die Terrasse bei mir zuhause. Leider bleibt berufsbedingt nicht viel Zeit, mich dort aufzuhalten. Aber die Terrasse vom Schützenhaus ist auch ein sehr schöner Platz. Ich mag auch das Waldbad. Wenn meine Tochter mich besucht, dann gehen wir bei schönem Wetter gern dorthin.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit der Aushilfe im elterlichen Betrieb. Meine Eltern haben das Hotel Stadt Hamburg – da gab es viele Möglichkeiten, sich das Taschengeld aufzustocken.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe lange gespart für den Eigenanteil an meinem Geschenk zum 18. Geburtstag. Das war ein Renault Megane Sportwagen.
Wo findet man Sie am ehesten?
In der Woche auf der Arbeit in der Apfelscheune. Und an den Wochenenden auf Veranstaltungen, die ich in der Region organisiere. Meistens im Grabower Schützenhaus.
Was stört Sie an anderen?
Unpünktlichkeit. Unehrlichkeit und Lästerei. Sagen, was man denkt. Offen sein - das setze ich auch bei jedem in meinem Team voraus.
Was würden Sie gern noch können?
Mir die Zeit besser einteilen. Mein Zeitmanagement ist eine Katastrophe. Bei mir kommen irgendwie alle immer zu kurz. Die Familie, die Freunde und manchmal auch die Kunden.
Wann haben Sie das letzte Mal gelacht?
Erst gestern habe ich was Kurioses erlebt. An der Einfahrt eines Parkhaus. Da hatte ein Autofahrer offensichtlich vergessen, dass er Fahrräder auf dem Dachträger hatte. Er fuhr ziemlich zügig in den Tunnel. Es krachte und schepperte. Lustig ist das eigentlich nicht. Aber als dann die Frau ausstieg und mit ihrem Mann schimpfte, musste ich doch schmunzeln. Sie hätte ja auch dran denken können.
Mit welchem Lied verbringen Sie schöne Erinnerungen?

Mit Andreas Bouranis „Auf uns“ zur Fußballweltmeisterschaft 2014. Das war eine tolle Zeit. Mit schönen geselligen Abenden mit Freunden bei uns zuhause vor dem Fernseher. Wir haben gegrillt, gejubelt und uns über die Fußballspiele gefreut.
Wenn Sie nicht selber kochen, welche Küche bevorzugen Sie?
Ich koche selber. Und zwar richtig gern. Es macht mir Spaß, weil ich meiner Lebensgefährtin damit eine Freude mache und weil ich mich danach auch immer über das Lob von ihr freue.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Ein kaltes Bier.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Viel reisen. Dafür bleibt mir im Moment leider keine Zeit. Maximal schaffen wir es einmal im Jahr wegzufahren. Meistens im Januar, wenn zuhause keiner feiern will.
Wen würden Sie gern mal treffen?
Meinen längst verstorbenen Opa. Damit ich ihm danken kann für die Zeit, die er mit mir als Kind verbrachte. Meine Eltern waren mit dem Hotel rund um die Uhr viel beschäftigt, so dass meine Schwester und ich größtenteils bei den Großeltern waren. Sie haben großen Anteil an meiner Erziehung.
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Lebenslustig.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Alarm für Cobra 11. Das liegt aber daran, dass die Serie Donnerstagabend läuft. Das ist die einzige Zeit in der Woche, wo ich mal zur Ruhe komme.
Haben Sie ein Lebensmotto?
Nein. Aber vielleicht sollte ich mal über eins nachdenken.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese nur Zeitung. Die aber gründlich.
Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Hartmut Gollnik, dem Sohn vom Grabower Fleischer.

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