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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 08:09 Uhr

ludwigslust : Ein Macher mit Träumen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Henrik Wegner wünscht sich mehr Geld für Kultur

Er ist klug, kreativ, spontan. Das sagt sein Chef, der Bürgermeister, über ihn. Reinhard Mach hat Henrik Wegner zu Beginn seiner Amtszeit als Wirtschaftsförderer an seine Seite geholt. „Wegner ist kein klassischer Verwalter, er ist Gestalter.“ Fünfzehn Jahre lebt der 42-jährige Lübecker jetzt in Ludwigslust. Eine Stellenausschreibung am Schwarzen Brett der Rostocker Uni hatte ihn hierher verschlagen. Inzwischen hat Wegner geheiratet, viele Freunde und engagierte Gleichgesinnte gefunden. „Ich fühle mich hier heimisch“, sagt er. „Es macht Spaß, was zu bewegen und Leute mitzuziehen.“ Redakteurin Katharina Hennes beantwortet er die SVZ-Fragen zum Wochenende.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Vergiss deine Träume nicht und opfere deine Wünsche nicht dem Alltag. Der steht bei mir zuhaus’ an der Tür. Einen Traum habe ich mir erfüllt: Wir haben jetzt Hunde. Zwei Whippets.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Ludwigsluster Schlosspark. Ich mag dort besonders den Ausblick vom Schweizerhaus vorbei an der Caspar-David-Friedrich-Eiche.
Womit haben Sie Ihr erstes
Geld verdient?
Als Kind habe ich mit dem Rad von der Apotheke Arznei ausgefahren. Später habe ich auch mal in einer Tischlerei gejobbt und Zeitungen ausgetragen.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für meine erste Fotoausrüstung und für mein großes Hobby - das Segeln.
Wo findet man Sie am ehesten?
Im Rathaus an meinem Arbeitsplatz oder auf Veranstaltungen vom Natureum und vom Kunst- und Kulturverein.
Was stört Sie an anderen?
Kann ich nicht sagen. Ich gehe ohne Vorurteile auf Menschen zu, gucke nicht nach Fehlern, sondern versuche jeden so zu nehmen, wie er ist. Jeder hat Marotten. Auch ich.
Wer ist Ihr persönlicher
Held?
Meine Mutter. Sie hat fünf Söhne großgezogen- während der Vater in der Praxis war - und dabei die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund gestellt.
Was würden Sie gerne noch
können?
Besser Klavier spielen. Als Kind konnte ich das gut - ich möchte jetzt da anfangen, wo ich vor dem Studium aufgehört habe.
Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Wenn die Familie gesund bleibt.
Wen würden Sie gern mal
treffen?
Johann Sebastian Bach. Geht leider nicht mehr. Seit ich vor 22 Jahren bei einer Inszenierung der Matthäus-Passion in einer Kirche als Beleuchter gearbeitet habe, lässt mich seine Musik nicht mehr los. Jetzt verbringe ich alle paar Jahre zwei Urlaubswochen als Beleuchter bei sakralen Bach-Inszenierungen in Kirchen.
Was findet man immer in
Ihrem Kühlschrank?
Joghurt, Gemüse, ein Bier.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich bin keine große Leseratte und finde keine Ruhe ein Buch am Stück zu lesen. Zurzeit lese ich „Ein Whippet ist nie genug.“ Deshalb haben wir jetzt auch zwei davon.
Wenn Sie kochen oder essen
gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Am liebsten Fisch. Frisch vom Kutter.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?

Auf den Rückhalt der Familie.
Welchen Traum wollen Sie
sich noch erfüllen?
Mit dem Wohnmobil über den Parkfield Iceway durch die Rocky Mountains fahren. Wir waren schonmal in Kanada mit dem Reisebus. Es ist dort so großartig, dass ich nochmal ganz individuell hin will.

Wenn sie drei Wünsche frei hätten...

Gesundheit, mehr Geld und Engagement für die Kultur und bessere Bedingungen für Ehrenamtler.
Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Engagiert-flexibel.

Was war Ihr schönstes Geschenk und von wem haben
Sie es bekommen?

Einen Teil der Elefantensammlung meines Großvaters. Er hatte hunderte kleine Elefanten aus Holz, Messing oder Stein auf seiner Anrichte. Jetzt habe ich eine kleine Herde davon bekommen.
Mit welchem Lied verbinden Sie schöne Erinnerungen?
Mit Songs von Bruce Springsteen. Zum letzten Konzert in Leipzig sind meine Frau und ich mit dem Fahrrad gefahren.
Verraten Sie uns etwas, was
kaum einer von Ihnen weiß?
Ich war während des Studiums Assistent der Aufnahmeleitung bei „Wetten dass...“. Bei Shows in Rostock mit Wolfgang Lippert und in Wilhelmshaven mit Thomas Gottschalk.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Heidi Wünschmann aus Eldena. Sie ist eine Frohnatur. Ihr Lachen steckt an und tut gut.

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