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ludwigslust / eldena : Ein Herz für krebskranke Kinder

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Hanse-Tour Sonnenschein rollte gestern von Neustadt-Glewe über Ludwigslust bis nach Lübtheen / Tausende Euros für „Mike Möwenherz“

von
erstellt am 08.Aug.2014 | 07:00 Uhr

„Als ich von der Hanse-Tour Sonnenschein im Radio hörte, habe ich mir gedacht, da musst du mitmachen. Ich rief bei der Tourorganisation an. Obwohl ich erst eine Absage erhielt, bin ich hartnäckig geblieben und fahre nun seit Mittwoch auf meiner ersten Tour mit“, so Sabine Ortmann aus Rostock. Die junge Frau hat vor zwei Jahren selbst in ihrer Familie mit Krebs zu tun gehabt, aber nicht bei Kindern. Aber teilzunehmen, für eine gute Sache zu werben und Geld zu sammeln, war ihr Herzenssache. „Ihr seid alle ein duftes Team“, rief sie, das Mikro in der Hand haltend, von der fahrbaren Bühne in Eldena den 250 Radfahrern zu, die dieses Mal bei der Hanse-Tour mitmachen. Auch Manfred Konrad aus Simmern im Hunsrück ist zum ersten Mal bei dieser Tour dabei. „Ich war bei mir zu Hause unterwegs, als mir ein Pkw-Fahrer mit Stuttgarter Kennzeichen einen Flyer in die Hand drückte mit den Worten: Wir sehen uns dann an der Ostsee in Kühlungsborn. Ich wusste erst gar nicht, um was es ging, aber als ich mir dann den Flyer genau ansah, da stand für mich fest: Ich bin mit dabei und habe dafür auch meinen Urlaub um ein paar Tage verschoben“, so Manfred Konrad, der Mitglied im Rotary Club Deutschland ist und Tourmanager und Hauptorganisator der „Hanse-Tour Sonnenschein“ Helmut Rohde auch noch einen Scheck übergeben wird.

Am gestrigen Tage hatte Helmut Rohde mit seinen Mitstreitern aus ganz Deutschland bereits in Neustadt-Glewe auf der Burg Station gemacht. Dort übergab Dörte Ulma, 1. Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Neustadt-Glewe, der „Hanse-Tour-Sonnenschein“ einen Scheck. Es sind stolze 800 Euro zusammen gekommen. Mit gutem Beispiel gingen die Kindergärten der Stadt Neustadt-Glewe voran und organisierten im Rahmen eines Sportfestes im Juni einen Spendenlauf. Dabei sind 233,92 Euro gesammelt wurden. Die Kita „Mischka“ erfreute die Radler mit einem kleinen Programm.

Weiterhin beteiligten sich an der Spendenaktion: Ingenieurbüro Jörn Meyer, Malereibetrieb Otto Schenk, Margit Schön, Karen Tappe, Dörte Ulma, die Erdwärme Neustadt-Glewe GmbH sowie die Stadt Neustadt-Glewe.

In Ludwigslust wurden die Benefiz-Radler vom Bürgermeister Reinhard Mach empfangen, der zusammen mit dem Stadtwerke-Geschäftsführer Wulf-Peter Bosecke ebenfalls Spendenschecks überreichte: 500 Euro von der Stadt, 1000 Euro von der Vewoba Ludwigslust, 700 von den Stadtwerken und 300 Euro steuerte auch der Unternehmerverband Westmecklenburg e.V. bei, wie Präsident Wolfgang Reiner Hildesheim unter großem Beifall bekanntgab.

Vom Verein Herzdamen Ludwigslust e.V., die spezielle Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen nähen, gab es einen Scheck von 500 Euro, zudem noch ein selbstgenähtes Plüschkissen mit einem Sonnenmotiv. Erfrischungen für die Radler gab es vom Vielanker Brauhaus und Gesundes und Vitamine in Form von Sanddornbonbons von den beiden Mitgliedern des Fördervereins Schloss Ludwigslust e.V., Dr. Gernot Hempelmann und Monika Schäfer. In barocken Gewändern begrüßten sie die Radler und verteilten zudem Flyer von der schönen Barock- und Lindenstadt Ludwigslust.

Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg hieß dann die Radfahrer vor dem Rathaus herzlich willkommen. Gemeinsam mit Wulf-Peter Bosecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow, überreichte er einen Spende von 1100 Euro. In Eldena gab es von den Teilnehmern der Benefiztour die Rufe „Eldena ist spitze“, als Bürgermeisterin Elke Ferner dem Tourmanager Helmut Rohde einen Scheck über 3467 Euro überreichte.

Diese inzwischen weit über die Landesgrenze bekannte Benefiztour führt seit über zehn Jahren meist Anfang August auf einer bestimmten Strecke durch MV. Ziel ist stets die Hanse-Sail-Bühne in Rostock. Dieses Jahr sammeln die Benefizfahrer für das Projekt „Mike Möwenherz“. Das ist ein Kompetenzteam an der Universitätsklinik Rostock, das sich um chronisch sowie schwerstkranke Kinder sowie deren Eltern und Geschwister im ganzen Bundesland kümmert. Auch zu Ärzten oder Pflegekräften fährt das Team und beantwortet deren Fragen. „Es ist wichtig, dass das Kompetenzteam in einem großen Krankenhaus angesiedelt ist, weil dort das ganze Wissen zusammenläuft“, sagt Helmut Rohde, der mit seinen 250 Radlern heute in Hagenow, Wittenburg und Zarrentin Station macht.

 

 

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