Ludwigslust : Ein „grünes“ Danke für vorbildliche Autofahrer

Die aktuell in der Neustädter Straße in Ludwigslust aufgestellte Geschwindigkeitsmesstafel gibt den Autofahrern ein „grünes“ Danke, wenn das zulässige Tempo stimmt.
Die aktuell in der Neustädter Straße in Ludwigslust aufgestellte Geschwindigkeitsmesstafel gibt den Autofahrern ein „grünes“ Danke, wenn das zulässige Tempo stimmt.

Bürgerinitiative „Tempo 30 beruhigt“ informiert am 29. April an einem Infostand über ihre Forderungen

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31. März 2015, 07:00 Uhr

„Ich bin nachts hoch und habe das fotografiert und meine Vermutungen haben sich bestätigt. Auf den Fotos, die ich mit meiner Kamera gemacht habe, fährt kein Lkw unter 30 km/h - immerhin ist hier in der Zeit von 22 bis 6 Uhr für die schweren Brummer diese Geschwindigkeit verbindlich“, so Richard Ricke, der in der Wöbbeliner Straße 6 wohnt. Das mobile Tempomessgerät in der Wöbbeliner Straße hatte das unmissverständlich angezeigt.

Mit Werner Oeding und Dieter Baarck sitzt er am Tisch im Büro des Behindertenverbandes im „Treffpunkt“ und zeigt SVZ die Fotos. Alle drei gehören der „BI Tempo 30 beruhigt“ in Ludwigslust an. Die Bürgerinitiative hat in den letzten drei Jahren mit zahlreichen Initiativen und Forderungen die Bürger und Behörden für das Thema Verkehrslärm, Verkehrsgeschwindigkeit und Schadstoffemissionen auf den Bundesstraßen B 5, B 106 und B 191, die durch die Stadt Ludwigslust führen, sensibilisiert.


Organisatoren rechnen mit guter Beteiligung


Als nächsten wichtigen Termin im Kampf gegen den Verkehrslärm sehen die Mitglieder der Ludwigsluster BI „Tempo 30 beruhigt“ den Internationalen Tag gegen den Lärm an, der am 29. April stattfindet. „Wir haben wieder eine Fahrradtour geplant und rechnen mit einer guten Beteiligung“, so BI-Sprecher Werner Oeding. „Treffpunkt ist an diesem Tag um 15.45 Uhr am Alexandrinenplatz/Ecke Lindencenter. Um 16 Uhr erfolgt der Start in der Käthe-Kollwitz-Straße“, so Werner Oeding. Am Ende der Fahrt ist eine kurze Auswertung im „Dragoner“ möglich. Es wird am „Tag gegen den Lärm“ auch wieder einen Infostand an der Kreuzung zum Lindencenter geben, zu einer Diskussion über anstehende Themen sind alle Mitglieder der Stadtvertretung Ludwigslust herzlich eingeladen, ergänzt BI-Sprecher Dieter Baarck.

„Unser Ziel ist es, mit einer politischen Einflussnahme und Entscheidung den gestiegenen Verkehrslärm, die Schadstoffimmissionen und die Straßenbelastungen in der Stadt zu minimieren, um die Gesundheit der Bürger zu schützen“, ergänzt Werner Oeding. Die Mitglieder der BI werden dann auch auf ihre Forderungen an den Kreis, Kommune eingehen. So geht es der „BI Tempo 30 beruhigt“ um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf allen Bundesstraßen in der Stadt für Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen.


Stationäre Blitzer an zwei Standorten


Die BI beantragt die Aufstellung automatischer stationärer Blitzanlagen an mindestens zwei Standorten an den Bundesstraßen der Stadt, zumindest beidseitig auf der Brücke. Zudem sollte die Polizei regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen in der Stadt durchführen, mit der Maßgabe, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, die betreffenden Fahrzeuge aus dem Verkehr herauszuziehen. Die Erneuerung von Straßenbelägen in sensiblen Innenstadtabschnitten mit Lärm mindernden offenporigen Asphaltbelag ist eine weitere Forderung. „Außerdem“, so Dieter Baarck, „beantragen wir als BI ein Verbot für den Durchgangsverkehr mit mehr als 3,5 Tonnen im Zuge der Fertigstellung der A14.“ Ein Grund, den Schwerlastverkehr aus der Innenstadt herauszubekommen, ist auch dem schlechten Zustand der Hochbrücke geschuldet, zudem dient diese Maßnahme der Minderung des Verkehrslärms und der Straßenbelastungen. Eine aktive Mitwirkung an den Planungen für die Nord- und Südumgehung bzw. für den Zubringer zur A14 aus Richtung Kummer hält die BI für notwendig.

„Wir fordern die Mitarbeit bei der Planung des Tunnels am Bahnhof und wollen uns als BI auch aktiv an der Erstellung des Lärmaktionsplanes II für die Stadt beteiligen und ebenso in der Fachgruppe ,Mobilität und Verkehr’ weiter mitarbeiten“, fasst Werner Oeding den Forderungskatalog zusammen.

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