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Ludwigsluster Tageblatt

24. Juni 2017 | 05:43 Uhr

dambeck : Ein großer Wunsch zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Freiwillige Feuerwehr Dambeck feiert 120-Jähriges / Gemeinde möchte 29 Jahre alten DDR-Lkw durch modernes Einsatzfahrzeug ersetzen

Teamgeist, feuerwehrtechnisches Wissen und eine gehörige Portion Geschick waren bei dem Wettbewerb gefragt, mit dem die Freiwillige Feuerwehr Dambeck ihr Jubiläum feierte. Befreundete Wehren aus der Umgebung – auch aus dem Brandenburgischen – waren dazu in die Gemeinde gekommen. Zu den Kameraden aus Dallmin oder Neuhausen habe man schon immer einen engen Kontakt. „Wir fahren häufiger gemeinsam zu Einsätzen“, erklärte Detlef Madaus, seit 21 Jahren Wehrführer in Dambeck. „Ländergrenzen dürfen keine Grenzen bei der Hilfe sein.“ Zudem würden Notrufe aus Dambeck in der Potsdamer Rettungsleitstelle auflaufen.

Mit ihren nunmehr 120 Jahren gehört die Freiwillige Feuerwehr Dambeck laut Wehrführer Madaus zu den ältesten Feuerwehren im Landkreis. Auf Anweisung des damaligen Domäneverwalters waren 1897 nach mehreren Bränden im Dorf eine Gerätehaus gebaut und eine Löschgruppe gegründet worden. „Gründungsmitglieder waren ortsansässige Bauern“, so Detlef Madaus. 1929 bekam das Gerätehaus einen Anbau, 2003 wurde hinter dem Speicher ein neues Gerätehaus gebaut.

Vom Gerätehaus aus starteten die Feuerwehren am Sonnabend zu ihrem Wettstreit. Dabei mussten sie feuerwehrtechnische Fragen beantworten, mit Hilfe von Bockleitern über einen Graben kommen, einen Löschangriff laufen und beim Fangleinenwurf Treffsicherheit beweisen. Der Fahrradparcours hatte es in sich – vor allem weil die Lenkung des Fahrrads nicht wie gewohnt arbeitete. Die Station „Biersorten erkennen“ machte den meisten da mehr Spaß. Und auf den kam es bei dem Wettstreit an.

Derzeit hat die Freiwillige Feuerwehr Dambeck 42 Mitglieder, darunter 33 Aktive. Sie müssen zu ihren Einsätzen – wie zu dem schlimmen Hausbrand vor knapp zwei Jahren im Ort – noch immer mit einem Lkw „LO“ aus DDR-Zeit fahren. Er war 1988 gebaut worden und 1999 als Gebrauchtfahrzeug nach Dambeck gekommen. „Bis dahin ist die Feuerwehr noch mit einem Tragkraftspritzenanhänger, gezogen von einem Traktor, gefahren“, erzählt Detlef Madaus.

Das Feuerwehrauto ist in der Gemeinde derzeit ein wichtiges Thema. „Das Fahrzeug ist nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht den heutigen Anforderungen“, sagt Bürgermeister Wolfgang Schmidt. „28 Jahre nach der Wende ist es Zeit, dass die Wehr ein Fahrzeug auf heutigem Stand der Technik bekommt.“ Das sei auch wichtig für die Motivation. Die Gemeinde hat das Geld für ein neues Einsatzfahrzeug in ihren Haushaltsplan eingestellt. Aber sie ist auf finanzielle Zuschüsse angewiesen – vom Landkreis und vom Land. In diesen Tagen soll auf Kreisebene eine Entscheidung dazu fallen. Vielleicht gibt es für die Dambecker noch ein nachträgliches Geschenk zum 120. Geburtstag…  

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