Ein Grabow für alle: bunt und barrierefrei

Begleitet die Werkstatt: Prof. Dr. Henning Bombeck
Begleitet die Werkstatt: Prof. Dr. Henning Bombeck

Teilnehmer der Demografiewerkstatt erarbeiten Idee für neue Wohnformen

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19. März 2018, 21:00 Uhr

Zunächst verhalten, dann aber sprudeln die Ideen aus den Teilnehmern heraus. Im Saal des Fritz-Reuter-Hauses in Grabow dreht sich alles um Wandel, um Veränderung. Die Demografiewerkstatt Kommunen (DWK) erlebt gerade ihren Auftakt. Die Stadt Grabow ist eine von insgesamt zehn Kommunen aus Deutschland, die bei dem Projekt mitmachen. „Aus Mecklenburg-Vorpommern hatte sich niemand beworben“, erzählt Bürgermeister Stefan Sternberg – außer Grabow. „Wir wurden nachträglich aufgenommen“, verrät der Bürgermeister. Grabow will „demografiefest“ werden. So das große Ziel des Projektes.

Dafür braucht es Ideen: Orte der Kreativität, Orte der Begegnung, jugendgerechte, generationsübergreifende Projekte... Die Liste wird immer länger. Prof. Dr. Henning Bombeck begleitet die Werkstatt. „Ich will mit Ihnen allen in den nächsten Jahren zusammenarbeiten“, sagt Henning Bombeck eingangs. Als Architekt und Städteplaner befasst er sich unter anderem mit Dorferneuerung. Für die Schule der Landentwicklung MV reist er durchs Bundesland – lernte dabei bereits um die 150 Kommunen kennen. Mit ihren Stärken und Schwächen. Sein Credo: „Nur eines ist falsch: Nichtstun.“ Dabei wolle er die Grabower nicht nur wach küssen, sondern auch pieken. „Ich werde Tacheles mit Ihnen sprechen.“ Eins steht fest: Auch in Grabow wird die Bevölkerung immer älter. Damit umzugehen, das sei die große Herausforderung in den kommenden Jahren. Um die Frauen aber müsste man sich nicht sorgen. „Vielmehr sind es die Männer, die vereinsamen“, sagt Henning Bombeck. Deshalb sollten Angebote geschaffen werden. Generationsübergreifend, geschlechterneutral.

Gemeinsam haben die Grabower mehrere Themenbereiche erarbeitet. Jetzt gehts in die Vollen. Bereits in der kommenden Woche startet die erste Runde. Das Thema? Das hat es in sich. Neue Wohnformen für Grabow – integrativ, generationsübergreifend, barrierefrei, behindertengerecht... Es in ein Thema zu fassen, werde schwierig, meint Prof. Bombeck, aber machbar. „Ich freue mich, dass ihr das Thema angesprochen habt“, sagt Stefan Sternberg zu Andrea und Sven Pohl. Das Ehepaar hat das Thema eingebracht. Nicht ohne Grund: Sie wollen auch in Zukunft mit ihrer behinderten Tochter Maja in Grabow wohnen. „Demografie ist für mich auch, die Leute hierzubehalten“, sagt Andrea Pohl. Ein Grabow für alle – bunt und barrierefrei.

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