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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 08:11 Uhr

Ludwigslust : Ein eigenes Familienwappen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ferienkinder erkunden das Ludwigsluster Schloss und lernen viel Interessantes über die Verwendung und Bedeutung der Zeichen

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 19:00 Uhr

Wo sind im und rund um das Ludwigsluster Schloss Wappen zu finden? Welche Zeichen sind auf diesen abgebildet? Und welche Bedeutung hatten Wappen eigentlich zu Herzogszeiten? All diese und weitere Fragen beschäftigten die Kinder während eines Ferienworkshops im Barockschloss. Auf der Suche nach den speziellen Zeichen sammelten die Mädchen und Jungen viel Inspiration und nutzten diese für die Gestaltung ihres eigenen Familienwappens.

Das erste Wappen entdecken die Kinder schon, bevor sie das Schloss überhaupt betreten. Auf dem Dach des Schlosses, mittig über dem Eingang, ist das Wappen des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin zu sehen. „Es ist ein siebenteiliges Wappen und zeigt die verschiedenen Gebiete, die zum Herzogtum gehörten“, erklärt Museumspädagogin Sylvia Wulff, die den Workshop leitet. Wappen signalisierten zu Herzogs Zeiten Zugehörigkeit und vor allem Macht. „Und das gilt natürlich auch heute noch, denn auch viele Städte, Familien oder Vereine haben Wappen“, so Sylvia Wulff. „Lüblow aber leider nicht“, wie die teilnehmenden Hortkinder der Kita „Spatzennest“ aus Lüblow feststellen mussten.

Ursprünglich stammen Wappen bereits aus der Ritterzeit. „Bei ihren Kämpfen trugen sie eine Rüstung, so dass man oft nur noch die Augen sehen konnte. Und um zu erkennen, wer eigentlich unter der Rüstung steckt, überlegte man sich verschiedene Wappen. Diese wurden dann auf das Schild gezeichnet“, erklärt die Pädagogin.

Auf dem Rundgang durch die Zimmer von Herzog Friedrich entdecken die Kinder immer wieder das Wappen des Herzogtums. So zum Beispiel auf dem Thronsessel oder im Schlafzimmer des Herzogs. „Typische Farben waren damals Rot, Blau, Gelb, Grün oder Schwarz. Und Tiere sollten bestimmte Eigenschaften der Familien symbolisieren“, erklärt Sylvia Wulff. So wie auch die Ferienkinder wurden die Adligen damals in der Wappenkunde, also der Heraldik, unterrichtet.

Und nach dem Rundgang und der Wappentheorie durften die Kinder selbst kreativ werden. Im Obergeschoss des Schlosses entwarf jedes Kind ein eigenes Familienwappen und brachte es dann auf die Staffelei. Unterstützung gab es dabei von Simone Schieck, die die Ferienprojekte im Schloss Ludwigslust mitgestaltet. Maxim und Pepe aus Lüblow, die Onkel und Neffe sind, zeichneten ein gemeinsames Familienwappen. „Wir haben unser Wappen zweigeteilt und einen Skorpion und einen Löwen gemalt. Das sind nämlich unsere Sternzeichen“, erklärt der siebenjährige Pepe. Die anderen Kinder entschieden sich außerdem für Buchstaben, eine Meerjungfrau, Sterne oder einen Hammer auf ihren Wappen.

Mila, die mit ihrem Opa extra aus Banzkow zu dem Workshop gekommen ist, hat die Anfangsbuchstaben ihrer Familienmitglieder und ein Bild des Familienhundes gewählt. „Das Wappen gestalte ich dann in Blau und Rot und dazu ein bisschen Gold“, erklärt die Zehnjährige. Wichtig sei es laut Sylvia Wulff, die Symbole einfach und groß zu zeichnen, damit man das Wappen schon von weitem gut erkennen kann. „Und nach den Ferien könntet ihr das Wappen dann in eure Hefter und Bücher zeichnen, damit ihr immer wisst, dass das eure sind.“

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