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Grabow/Techentin : Ein echter „Schepler“ für das Grabower Museum

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sohn von Hermann Schepler übergibt Zeichnung mit Ansicht vom Grabower Markt

svz.de von
erstellt am 14.Nov.2017 | 19:00 Uhr

Mit Hut, Staffelei und Pinseln – so kannten die Grabower und Techentiner Hermann Schepler. „Mein Vater hat viel draußen gemalt, auch bei widrigem Wetter“, sagt Winfried Schepler, einer der Söhne. „Zu Hause habe ich ihn an der Staffelei nicht so oft erlebt.“

Bilder des 1993 verstorbenen Malers und Grafikers hängen in vielen Häusern in der Region. Und jetzt kann sich das Heimatmuseum Grabow freuen, ein weiteres Werk in seinem Fundus zu haben. Winfried Schepler überreichte eine Zeichnung aus Familienbesitz an Museumsleiterin Hannelore Huth. Die Wahl des Museums war kein Zufall. Das Bild, das im Jahr 1976 entstanden war, zeigt einen Blick auf den Grabower Markt und das Rathaus. „So können die Besucher sehen, wie Grabow früher ausgesehen hat, wie viel Leben auf dem Markt und in der Stadt herrschte“, sagt Winfried Schepler. „Ich möchte, dass sie sich daran erfreuen können.“

Hermann Schepler, der 1911 in Neu Karstädt geboren worden war, hatte an der Akademie der bildenden Künste in Dresden studiert und als freischaffender Maler und Grafiker gearbeitet. In den 1950er-Jahren baute er ein Haus in der Techentiner Rosenstraße, das Sohn Winfried, der in Parchim wohnt, bis heute nutzt. Hermann Schepler selbst lebte später bis zu seinem Tod in Grabow. Und so sind viele seiner Arbeiten in der Eldestadt und der Umgebung entstanden. „Viele Grabower können sich noch daran erinnern, wie er mit seinem großen Hut und seiner Staffelei oft am Hafen stand“, so Hannelore Huth. Die Museumsleiterin ist froh über die Spende. „Wir haben schon eine kleine Sammlung mit Werken von Hermann Schepler, die wir durch Schenkung oder Ankauf zusammengetragen haben. Wir freuen uns riesig, jetzt auch dieses Werk hier zeigen zu können.“ Zunächst soll es auf der Staffelei mitten im Raum stehen bleiben, damit es den Besuchern sofort ins Auge fällt.

Zwei große Schepler-Ausstellungen hatte es 2011 im Heimatmuseum und in der Alten Post in Ludwigslust gegeben. Zu Ehren des Künstlers, der in jenem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

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