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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 11:49 Uhr

Dömitz : Ein Dömitzer Lesebuch

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Hartmut Brun gibt einen literarischen Exkurs durch und mit Sprachen als Hommage an seine Heimat heraus

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 07:00 Uhr

„In Dömitz darfst du lächeln“ ist ein besonders verführerisches Lesebuch, das den unbedarften Verführten allein durch seine literarische Vielfalt, das Angebot an Lyrik und Prosa – mal in Hochdeutsch, dann wieder in plattdeutscher Mundart – einladend unterhaltsam mit auf eine 156-seitige Rundreise durchs Dömitzer Land nimmt. Der Herausgeber und gebürtige Dömitzer, Hartmut Brun, möchte das Buch als Liebeserklärung an seine Heimat verstanden wissen.

Gemeinsam mit den Schriftstellern Dietrich Sabban und Joachim Kolmer las der heute in Polz lebende Herausgeber und Vorsitzende der Johannes-Gillhoff-Gesellschaft einige Kostproben selbst verfasster Geschichten aus der Neuerscheinung im Zeughaus der Festung Dömitz. Die Neuerscheinung wird von der Stadt Dömitz und dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe unterstützt.

Der Titel des Buches ist streng genommen ausgeliehen. Der verstorbene Theologe Gerhard Ebeling beschrieb im Jahre 1954 dieses besondere Flair von Menschen, Gewohnheiten und Besonderheiten, die von Kleinstädten wie eben Dömitz ausgehen können. Brun erinnerte sich vor gut einem Jahr an „Ein Büchlein von der Elbe“ und erkor diese Zeile aus der „Leihgabe“ zum Titel seines Buches mit 66 Beiträgen unterschiedlichster schriftstellerischer Couleur.

Mit dem Gedicht „Doems“ von einem der typischen Plattsnacker, die in Dömitz und der Griesen Gegend geschätzt werden – nämlich von Wolfgang Nowe aus der Festungsstadt – eröffnet Brun das Hohelied auf seine Heimat in dem Lesebuch.

Aber es kommt auch Georg Thomalla zu Wort. Bevor der Humorist und Filmschauspieler zu internationalem Ruhm gelangte, legte der spätere deutsche Volksschauspieler und Filmpreisträger den Grundstock dafür in Dömitz, als in der Festungsstadt weilender Flüchtling und Mitglied der Schauspieltruppe Merting.

Schon beim Lesen des Autorenverzeichnisses wächst die Lust am Entdecken der Zeilen. Und es lässt sich erahnen, dass nur der Langatmigkeit kein Platz in dem Lesebuch eingeräumt wurde. Dafür umso mehr der Leichtigkeit und Heiterkeit von Fritz Reuter und Johannes Gillhoff.

„In Dömitz darfst du lächeln“ ist im BS-Verlag Rostock erschienen. ISBN: 978-3-86785-283-8.



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