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Grabow : Ein Dank an die Macher des neuen Solarparks

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Photovoltaikprojekt gelingt im dritten Anlauf. Rund 2000 Haushalte können mit Strom versorgt werden.

Einst war es eine Industriebrache und verschandelte den Ortseingang in Grabow aus Richtung Kremmin kommend. Seit einigen Wochen ist davon nichts mehr zu sehen, eine moderne Anlage erstreckt sich an der Straße und kündet den Vorbeifahrenden, dass hier aus Sonnenenergie Strom erzeugt wird. Und da es zur Eröffnung des Solarparks keine Einweihungsfeier gab, hatte Dietmar Sörgel, der Grundstückseigentümer der Solaranlage, nun alle an diesem Projekt Beteiligten zu einem Imbiss am Eingangsbereich eingeladen. Um allen, die an diesem Vorhaben mitgewirkt haben, Dank zu sagen.

Im Mai 2016 nahm der Solarpark in Grabow nach einigen Anlaufschwierigkeiten endlich den Betrieb auf. „Auf einer Fläche von rund 14 Fußballfeldern wird nun mindestens 20 Jahre lang Energie für etwa 2000 Haushalte produziert“, so Carsten Thurmann-Schulze, Projektentwickler Enerparc AG, Büro Magdeburg. Grundstückseigentümer Dietmar Sörgel ist froh, dass nach mehr als sechs Jahren endlich saubere Energie auf der ehemaligen Gärtnerei in Grabow produziert wird. „Den ersten halbherzigen Versuch gab es 2009. Zwei Jahre später 2011 folgte der zweite Projektentwickler, der an einer wirtschaftlichen Umsetzung scheiterte. Ich hatte die Hoffnung eigentlich aufgegeben“, erzählt Dietmar Sörgel. 2015 startete er dennoch einen dritten Versuch, diesmal kam ein sehr zielstrebiger Projektentwickler, die „Enerparc AG aus Hamburg“, an Bord.

Die Planungen und Projektvorbereitungen der Enerparc AG verliefen zügig, und es wurde Anfang 2015 mit dem Abbruch der Gebäudereste durch das örtliche Fachunternehmen MUT Umwelttechnik GmbH Ludwigslust begonnen. Mit der Stadt Grabow wurden in vertrauensvoller Zusammenarbeit die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Solarpark im Sommer 2015 über ein B-Plan-Verfahren geschaffen. Ein Einspeisepunkt wurde durch den örtlichen Energieversorger Wemag direkt am Grundstück ermittelt.

Nach Erteilung der Baugenehmigung im November 2015 ging es dann plötzlich ganz schnell. „Man konnte fast täglich zuschauen, wie der Solarpark sich entwickelte und die wenig ansehnliche Fläche verschwand“, so Dietmar Sörgel.

„Mit dem Solarpark zwischen Grabow und Kremmin haben wir eine alte Industriebrache beseitigt, das Gelände der Gärtnerei ,Grabower Zierpflanzen’ wurde beräumt, nach 25 Jahren Stillstand. Und das ist auch für die Optik gut, wenn sich das Gelände in einem ansehnlichen Zustand präsentiert“, sagte Bürgermeister Stefan Sternberg.

Der Solarpark Grabow mit einer Leistung von rund 7,4 Megawatt wurde auf einer Fläche von etwa 10 Hektar gebaut. Es wurden insgesamt über 28  000 Solar-Module verbaut und mit der Anlage können bis zu 7 GWh CO2-freier Strom pro Jahr erzeugt werden. Der Aufbau der Photovoltaikanlage erfolgte ab März 2016 in Rekordzeit und der Anschluss ans öffentliche Stromnetz am 9. Mai.

Die Enerparc AG hat das Grundstück für die Laufzeit der PV-Anlage gepachtet. Die Photovoltaik-Anlage hat ein Investitionsvolumen von ca. 7,5 Mio. Euro.

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erstellt am 23.Jul.2016 | 07:00 Uhr

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