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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 03:19 Uhr

Ludwigslust : Ein Atrium und neue Straßen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadtverwaltung Ludwigslust schlägt für 2017 Investitionen für sieben Millionen Euro vor. Dafür sind neue Kredite erforderlich.

von
erstellt am 21.Okt.2016 | 09:00 Uhr

Die Stadt Ludwigslust will im kommenden Jahr mehr als sieben Millionen Euro in Straßen, Brücken, Schulen und anderes investieren – mehr als doppelt so viel wie in anderen Jahren. Vorausgesetzt die Stadtvertretung folgt den Vorschlägen der Verwaltung und die erhofften finanziellen Zuwendungen von außen kommen. „Viele Investitionen können wir nur realisieren, wenn wir Fördermittel nutzen können“, betonte Kämmerin Petra Billerbeck während der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses.

Das mit Abstand kostspieligste Projekt ist die Regionalschule „Peter Joseph Lenné“. Sie soll unter anderem ein Atrium, einen überdachten Innenhof, erhalten. Rund 2,2 Millionen Euro sind für diese Investition vorgesehen bei einer erhofften Förderung von rund 1,5 Millionen Euro. Der Umbau ist eines der Vorhaben, die im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) festgeschrieben worden waren. Ein weiteres Isek-Projekt ist der Stadtteilspielplatz, der im Bereich des künftigen Neubaugebietes an der Helene-von-Bülow-Straße hinter dem Lindencenter entstehen soll. Dessen Bau soll im kommenden Jahr geplant und 2018/19 realisiert werden. Für die Erschließung des Wohngebietes sollen dagegen im nächsten Jahr schon die Bagger rollen. Ein wichtiges Vorhaben. „Wir haben unheimlich viele Anfragen nach Eigenheimbauplätzen dort“, betonte Petra Billerbeck. Rund 360 000 Euro sind für die Arbeiten auf dem einstigen Garnisonsgelände vorgesehen.

Nachdem das Vorhaben mehrfach verschoben worden war, soll der Ausbau der westlichen Schlossfreiheit zwischen Alter Wache und katholischer Kirche 2017 nun möglichst starten. „Uns sind Fördermittel in Aussicht gestellt worden, die wir nicht ungenutzt lassen wollten“, erklärte Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau, die Verzögerung. Zudem sei geraten worden, diese Baumaßnahme mit der teilweisen Umgestaltung des Schlossplatzes zu verbinden. „Es geht um die bessere fußläufige Erschließung. Mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen ist dort schlecht voranzukommen“, so Gröger. Knapp 500 000 Euro soll die westliche Schlossfreiheit kosten. Weitere Mittel sind für behindertengerechte Querungsstellen in der Schlossstraße eingeplant.

Die zweitgrößte Einzelmaßnahme könnte der Ausbau der Straße nach Weselsdorf, des Cognacweges, werden – sofern Fördermittel fließen. Die Fahrbahn, die sich allmählich in Wohlgefallen auflöst, soll für rund 760 000 Euro erneuert werden. Nicht viel weniger Geld – knapp 750 000 Euro – sollen über das Bodenordnungsverfahren in Kummer investiert werden, vor allem in den Ausbau der Krenzliner Straße. „Wir warten auf die Fördermittelzusage, damit wir die Arbeiten ausschreiben können“, so Gröger. „Ende 2017 soll die Maßnahme beendet sein.“ Zudem sind Mittel für die Planung des Jägerhofweges vorgesehen.

Ein anspruchsvolles Investitionsprogramm, das die Stadt jedoch nicht ohne Darlehen bewältigen könnte. „Wir brauchen neue Kredite über eine Million Euro“, so Petra Billerbeck. Da jedoch gleichzeitig rund 600 000 Euro von alten Krediten getilgt werden, würde die Neuverschuldung bei 400 000 Euro liegen. Bevor die Stadtvertretung den Haushalt 2017 – und mit ihm die Investitionen – beschließt, wird es weitere Beratungen geben.

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