Neu Kaliss : Ein Anbau mit großer Wirkung

Die Grundschüler freuen sich über den Anbau, den auch sie für verschiedene Aktivitäten nutzen können.  Fotos: Kathrin Neumann
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Die Grundschüler freuen sich über den Anbau, den auch sie für verschiedene Aktivitäten nutzen können. Fotos: Kathrin Neumann

Neu-Kalisser weihen Mehrzweckhalle ein / Ein großzügiger Platz für Verbände, Schüler, Karnevalisten und andere Vereine

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27. November 2014, 12:07 Uhr

Seine Feuerprobe hat der Anbau an der Kalisser Turnhalle bereits bestanden: Zum Start in die närrische Saison konnten die Karnevalisten des NKCC in der so entstandenen Mehrzweckhalle feiern – ohne gemietete Zelte aufstellen zu müssen. Jetzt wurde der Neubau, der in rekordverdächtigen fünf Monaten aus dem Boden gestampft worden war, offiziell eingeweiht. „Wir freuen uns, dass alles fertig ist, auch wenn manch einer die vielen Baufahrzeuge vermisst“, sangen die Erstklässler der Viktor-Bausch-Grundschule. Sie und ihre Schulkameraden können die neu entstandenen Räumlichkeiten nutzen – genauso wie Vereine, Verbände und die Gemeinde.

Möglichkeiten, in größerer Runde zu feiern, zu diskutieren oder zu tagen, gab es in Neu Kaliß bislang kaum. Deshalb hatte die Gemeinde schon vor Jahren über einen solchen Anbau nachgedacht, die fertigen Pläne aber auf Eis gelegt, als sich für den „Eichenhof“ mit großem Saal in Heiddorf ein neuer Betreiber fand. Doch nach einem Brand wurde das Hotel wieder geschlossen – und die Gemeinde ließ die Pläne für die Mehrzweckhalle wieder aufleben. Als Fördermittel zurückkamen, weil sie in einer anderen Region nicht ausgegeben werden konnten, stellte sie das Schweriner Landwirtschaftsministerium den Neu-Kalissern zur Verfügung. „Der Minister hat Wort gehalten“, lobte Bürgermeister Burkhard Thees Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, der ebenfalls zur Einweihung gekommen war. Allerdings waren an die finanzielle Zuwendung sportliche Bedingungen geknüpft. Bis Mitte November mussten die Bauarbeiten nicht nur abgeschlossen, sondern auch abgerechnet sein, weil die Gelder aus der 2013 zu Ende gegangenen Förderperiode stammen. Das Ziel wurde erreicht – auch dank eines engagierten Auftragnehmers für das Bauhauptgewerk. „Oft habt ihr selbst am Sonnabend gearbeitet“, würdigte Burkhard Thees den Baubetrieb Frank Allers. Aber auch alle anderen Handwerker, das Planungsbüro und Volker Frenz vom Amt Dömitz-Malliß hätten mit dafür gesorgt, dass der rund 452 000 Euro teure Bau exakt fünf Monate nach dem ersten Spatenstich fertig war. Rund 133 000 Euro musste die Gemeinde als Eigenmittel aufbringen. Knapp 310 000 Euro flossen als Fördermittel, die Backhaus durchaus als Belohnung für eine besonders engagierte Gemeinde sieht und in diesem Zusammenhang noch einmal an das Landeserntedankfest erinnerte: „Die Art, wie die Gemeinde dieses Fest organisiert hat, und der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde sind beispielgebend.“ Landrat Rolf Christiansen bezeichnete die Mehrzweckhalle als wichtigen Baustein für die Entwicklung im ländlichen Raum. „Es ist eine zentrale Aufgabe, solche Bedingungen zu schaffen, dass die Menschen in der Region bleiben oder zurückkommen“, so Christiansen.


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