Ludwigslust : Ein Amt – fünf Kandidaten

Als Mitglieder des Wahlausschusses sichten Detlef Müller (l,)und Helmut Schapper die Unterlagen der Kandidaten.
Als Mitglieder des Wahlausschusses sichten Detlef Müller (l,)und Helmut Schapper die Unterlagen der Kandidaten.

Ludwigsluster Gemeindewahlausschuss lässt alle Bewerber für Bürgermeisterwahl zu

von
25. März 2018, 09:00 Uhr

Vier Männer und eine Frau kämpfen ab sofort um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters von Ludwigslust. Das hat jetzt der Gemeindewahlausschuss, der am Donnerstagabend tagte, entschieden. Die SPD schickt Jana Klewe ins Rennen. Krankheitsbedingt konnte sie an der Sitzung des Wahlausschusses nicht teilnehmen. Auch Amtsinhaber Reinhard Mach war nicht da, er tritt als Einzelbewerber an, ebenso ein Neuer in der Runde: Camill von Loesch. Er wolle Bürgermeister werden, „weil ich etwas bewegen möchte“, sagte er kurz nach der Ausschusssitzung. Für die Alternative für Ludwigslust (AfL) tritt Heiko Böhringer in den Ring im Kampf um den Bürgermeisterposten. Die CDU schickt Daniel Günther ins Rennen.

Nachdem alle Unterlagen akribisch vom Wahlausschuss geprüft wurden, konnten Fragen an die Bewerber gestellt werden, bevor es zur Abstimmung kam – so das Prozedere. Das erklärte anfangs Gemeindewahlleiter Jürgen Rades. „Sie sind zur unparteiischen Wahrnehmung dieser Aufgabe verpflichtet“, sagte Rades.

Fristgerecht abgegeben wurden alle Unterlagen – bei Heiko Böhringer und Daniel Günther mussten die Berufsbezeichnungen geändert werden. „Die Berufsbezeichnung darf nicht länger als 26 Zeichen sein.“ Fragen an die Kandidaten gab es nur in einem Fall. Daniel Günther konnte in den Unterlagen beim Punkt „Strafrechtliche Verfolgung“ kein Kreuz bei „Nein“ setzen. „Ich würde gern wissen, warum Sie kein Kreuz gesetzt haben“, fragte Detlef Müller. Der CDU-Kandidat könne nicht viel sagen, seine nachvertragliche Schweigepflicht verbietet es ihm. Nur so viel: „Es geht um ein Projekt bei meinem ehemaligen Arbeitgeber, bei dem ich mitgewirkt habe. Gegen mich und andere Kollegen wurde Anzeige erstattet.“ Er sei dabei, alles für die Aufklärung zu tun. Da die Anzeige nichts mit Finanzangelegenheiten zu tun habe und es keinen Bürgerbezug gebe, konnte der Wahlausschuss der Bewerbung Daniel Günthers einstimmig zustimmen – wie in allen anderen Fällen ebenfalls.

Am 27. Mai sind nun die Ludwigsluster aufgefordert, ein Kreuz zu setzen – bei der Bürgermeisterwahl in der Lindenstadt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen