Ludwigslust : Eifrige Waldzwerge am (Back)Werk

Unter der Anleitung von Bäckergesellin Annika Denzien gelingt jedes Backwerk. Fotos: J. Worch
Unter der Anleitung von Bäckergesellin Annika Denzien gelingt jedes Backwerk. Fotos: J. Worch

Zehn Kinder der Ludwigsluster ASB-Kindertagesstätte flechten Hefezöpfe und stechen Mürbeteighasen zu Ostern aus

svz.de von
22. März 2016, 07:00 Uhr

Wer will fleißige Bäcker sehen, der muss zu den Waldzwergen gehen. Zehn Hortkinder der gleichnamigen ASB-Kindertagesstätte in Ludwigslust waren gestern in der Bäckerei Denzien zu Gast, um Osterbackwerk zu fabrizieren. Dafür wurden fleißig Hefezöpfe geflochten und kleine Hasen, Eier und Schmetterlinge aus Mürbeteig ausgestochen.

Im Rahmen der Osterferienspiele der Kindertagesstätte ging es für die Erst- bis Drittklässler dieses Mal in die Backstube von Annika Denzien. „Die Kita fragte, ob sie in den Ferien zum Backen vorbei kommen könnte. Wir fanden die Idee toll und haben sie daraufhin eingeladen“, sagte die gelernte Bäckergesellin. Seit bereits 15 Jahren ist sie in dem Familienbetrieb tätig, schloss sogar ihre Ausbildung dort ab. Gestern führte sie die Waldzwerge, inklusive Sohn Luca, in die Fertigkeiten ihres Handwerks ein. „Backen in der Backstube ist ja doch mal etwas ganz anderes als immer in der Kindereinrichtung“, sagte Horterzieherin Ute Duncker. „Die Kinder sind begeistert und wir freuen uns, dass es geklappt hat“, fügte sie hinzu.

Etwa zehn der besonders großen Bäckerbleche füllten die Waldzwerge gestern mit Mürbeteigkeksen und Hefezöpfen. „Es ist schön zu backen. Ich finde das Flechten total toll“, sagte Jette Turwski mit einem breiten Lächeln. „Außerdem kann die Jette so toll Zöpfe flechten“, schwärmt ihre Freundin Emma Bortsch. Gekonnt und äußerst flink rollen die beiden Siebenjährigen mit mehligen Händen den Teig zu langen Schnüren und flechten einen Zopf nach dem anderen. Natürlich wird zwischendurch auch immer wieder genascht. „Ich hab auch schon probiert. Der Teig schmeckt ein bisschen nach Zitrone. Sehr lecker“, gesteht Horterzieherin Ute Duncker mit einem Grinsen.

Die Waldzwerge haben in ihren Osterferien schon einiges erlebt. „Wir haben sogar schon den Osterhasen gesucht“, erzählte Ute Duncker. „Und gefunden“, freuten sich Jette Turwski und Emma Bortsch gleichzeitig. „Wir haben zusammen Ostertüten gebastelt, die unser Hausmeister dann zum Osterhasen gebracht hat“, sagte Duncker. „Dann sind wir in den Wald gegangen und haben den Osterhasen gesucht.“ Für ihre eifrige Suche wurden die Waldzwerge vom Osterhasen mit Tüten voller Naschwerk belohnt. Dieses Mal sorgten die Grundschüler selbst für das Naschwerk zu Ostern.

„Ich will jetzt Bäckerin werden“, sagte Jette Turwski, während sie weiter fleißig Zöpfe flocht. Mal sehen, ob sich das mit dem nächsten Osterferienausflug ändert, denn heute geht es für die Waldzwerge in die Stadtbibliothek, wo sie eine Ostergeschichte und Fakten über alte Osterbräuche zu hören bekommen. Danach geht es zum ausgedehnten Osterspaziergang am Ludwigsluster Kanal und zur Streuobstwiese. Und wer weiß, vielleicht hat der Osterhase ja noch eine kleine Überraschung versteckt.

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