Neustadt-Glewe : Ehrenamt als Motor im Dorfleben

Das Kulturprogramm lieferte die Band „Rock Reset“ der Kreismusikschule „Johann Matthias Sperger“.
Das Kulturprogramm lieferte die Band „Rock Reset“ der Kreismusikschule „Johann Matthias Sperger“.

80 Frauen und Männer in der Burg Neustadt-Glewe vom Landkreis Ludwigslust-Parchim geehrt

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12. Dezember 2014, 08:25 Uhr

Mit dem Titel „In mir drin ist alles rot. Das Gegenteil von tot“ von der Gruppe Silly sang die Rockband „Rock Reset“ der Kreismusikschule „Johann Matthias Sperger“ am Donnerstagabend in der Burg in Neustadt-Glewe dem Publikum aus dem Herzen. Auch wenn viele der ehrenamtlichen Mitstreiter, die der Einladung des Landkreises zu der Ehrenveranstaltung folgten, bereits im Rentenalter sind, so stehen sie noch immer mitten im Leben und leisten uneigennützig wertvolle Hilfe im Ehrenamt.


„Rock Reset“ sorgt für kulturellen Part


Rund 80 Frauen und Männer aus dem Großkreis Ludwigslust-Parchim wurden von ihren Kreis- und Regionalverbänden, von Ämtern und Behörden vorgeschlagen. Sie nahmen stellvertretend für viele im Rahmen einer Festveranstaltung Dank für ihr ehrenamtliches Wirken entgegen. Ob Sport-, Reit- und Fahrvereine, Gemeindevertreter, Kleingärtner, oder Helfer und Retter beim DRK, Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk – die Liste der ehrenamtlichen Vereine im Landkreis ist lang. „Das Ehrenamt ist wichtig. Es erfüllt viele Aufgaben, wo die öffentliche Hand nicht aktiv sein kann“, sagte Landrat Rolf Christiansen in seiner Festrede. Als einer der Gründe, warum sich die öffentliche Hand zurückzieht, wurden auch finanzielle Probleme genannt. Die Bedingungen sind schwierig und das „vorhandene Engagement braucht mehr Unterstützung, die aber nicht immer finanzieller Art sein muss“, meinte der Landrat weiter, schließlich will sich ein Ehrenamtler einbringen, sonst würde er es ja nicht machen. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen und auch verbessert werden, indem bürokratische Hemmnisse ausgeräumt werden müssen. „Das gilt für Gemeinden, Ämter, Behörden bis hin zur Kreisverwaltung. Wir alle müssen uns dem Ehrenamt mehr widmen“, forderte der Landrat. Wenn in der kommenden Woche der Haushalt beschlossen wird, dann geht Christiansen davon aus, dass dies ein ausgeglichener Haushalt werden wird und „dann wird damit auch dem Ehrenamt mehr Geld zur Verfügung stehen.“ Das Ehrenamt, so der Landrat weiter, fördert die gesellschaftlichen Strukturen und bringt neue Ideen ein, vor allem auch in den kleinen Orten des Landkreises. Als Beispiel nannte er die rund 6900 Kameraden der 257 Freiwilligen Feuerwehren, deren freiwilliges Engagement weit über ihre eigenen Aufgaben hinaus reiche und in vielen Orten der gesellschaftliche Motor für das Gemeindeleben sei.

Ein Experiment war der kulturelle Beitrag. Die Rockband „Rock Reset“ der Kreismusikschule „Johann Matthias Sperger“ unter der Leitung von Jonas Liedtke sorgte für eine gute Stimmung. Und da sie nicht nur englischsprachige Titel, sondern auch deutsche Lieder im Repertoire hatte, ging dieses Experiment gut aus.

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