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Blievenstorf : Drogenverkäuferin auf Goa-Party gestellt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei beschlagnahmte 200 Gramm / Verkaufswert mehrere tausend Euro

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 20:45 Uhr

Es wird Herbst, und damit geht auch die Saison der Goa-Partys zu Ende. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Drogenkonsum eine ständige Begleiterscheinung auf diesen mehrtägigen Events ist. Für die Polizei sind Goa-Partys deshalb stets Dienstzeit. Zuletzt geschehen in Blievenstorf. Da ging den Beamten ein dicker Fisch ins Netz. Am frühen Abend nach 20 Uhr versuchte eine 20-Jährige gezielt, die Einlasskontrolle zu umgehen. Sie wurde dennoch gestellt – mit einem Rucksack voller Drogen. „Der Verkaufswert liegt bei mehreren tausend Euro“, sagt Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust. Darunter waren Amphetamine, Cannabisprodukte und Speed. Die junge Frau hatte vor, diese an diesem Wochenende zu verkaufen. „Sie stammt aus dem Raum Ludwigslust und ist der Polizei als Konsumentin von Drogen bekannt“, so Küchler. Es folgte eine Hausdurchsuchung. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft musste die Frau wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Die Goa-Partys im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben sich auch in diesem Jahr als Umschlagplatz für Drogen und Alkohol erwiesen. Wobei auch immer wieder Autofahrer angetroffen würden, die sich berauscht hinters Lenkrad setzten, so Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Gilbert Küchler hebt das Bestreben der Polizei hervor, mit den Ordnungsdiensten auf diesen Veranstaltungen gut zusammenzuarbeiten. Dieses habe sich im letzten Jahr deutlich verbessert. Der Hauptrevierleiter hebt in diesem Zusammenhang Blievenstorf ausdrücklich hervor.

„Wir sind erstmalig direkt in die Veranstaltung hineingegangen, um zu kontrollieren“, sagt Gilbert Küchler. Auf der Party waren bis zu 400 Besucher. Die Beamten stellten sieben Mal den illegalen Besitz von Betäubungsmitteln fest. Drei Autofahrer wurden unter Drogeneinfluss erwischt, zwei waren alkoholisiert. Bei einem Besucher wurde ein Schlagring gefunden – ein Verstoß gegen das Waffengesetz.

In einem Fall vollstreckten die Beamten einen Haftbefehl. Ein Mann hatte 800 Euro Schulden. Er konnte sich das Geld an Ort und Stelle zusammenborgen und entging so dem Einzug in die Strafvollzugsanstalt.

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